Adam Unchained

Liebe auf den ersten Blick ist es nicht gerade, als ich "meinen" Test-Adam am Tor M55 des Opelwerks in Rüsselsheim abhole. Und selbst dem Marketing-Experten rutscht "Ädäm" manchmal als "Adam" heraus. Sein voller Name lautet wohl "Adam-äh-Ädäm"

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Hannover, 26. Juli 2013 – Do you wanna be hypnotized? Liebe auf den ersten Blick ist es nicht gerade, als ich "meinen" Test-Adam am Tor M55 des Opelwerks in Rüsselsheim abhole. Auf seinen gelb getünchten Alufelgen schaut das Wägelchen immerhin recht schnittig aus, es könnte allerdings auch ein neuer Kleiner von Citroën sein. Vor mir steht die "Slam"-Edition mit Sportfahrwerk und Schwellerverbreiterungen. Der Adam ist auch in einer Mädels-Version als "Glam" erhältlich und – ganz metrosexuell – als Adam Jam. Bei Opel nennt man den Adam übrigens modern "Ädäm", allerdings rutscht er selbst dem Marketing-Experten manches Mal als deutscher Adam heraus. Sein voller Name lautet wohl "Adam-äh-Ädäm"

Die Basisversion ist für 11.500 Euro zu haben – mein mit allem Schnickschnack ausgestattet Slam bewegt sich preislich beim zusammenklickern im Konfigurator hart auf die 20.000-Euro-Marke zu. Opel folgt mit Adam&Me dem Trend zur Individualisierung, schließlich wird dadurch selbst die Wahl des richtigen Waschmittels zum Fashion-Statement. Zum Preis eines Mittelklassewagens bietet der Adam dann auch den Komfort eines Mittelklassewagens: Beheizte Ledersitze, beheiztes Lenkrad, LED-Paket für den Innenraum, Einparkhilfe, Spurassistent, Reifendruckkontrolle und einen City-Modus für die Servolenkung, der das Rangieren erleichtert – ist er aktiviert, muss man die ohnehin recht leichtgängige Lenkung beim Einparken nur anschnippen um einzuschlagen. Mein Slam ist sogar mit einem LED-Nachthimmel ausgestattet – meine Dreijährige fand ihn super.

Adam Unchained (10 Bilder)

Immerhin recht schnittig, es könnte allerdings auch ein neuer Kleiner von Citroën sein. (Bild: Opel AG (alle))

Schon beim ersten Sprung auf die Autobahn mache ich Bekanntschaft mit dem Spurwechsel-Assistent, der in den Rückspiegeln durch gelb aufleuchtende Symbole Fahrzeuge im toten Winkel signalisiert. Den roten Mazda hatte ich tatsächlich nicht gesehen – allerdings hatte ich auch noch nicht einmal zum Spurwechsel angesetzt. 40 Kilometer hinter Rüsselsheim werde ich das Ding abschalten, weil es mich mit häufigem Fehlgeblinke eher ablenkt, als das es hilft.