Hans Reiser muss mindestens 15 Jahre in Haft
Vor der VerkĂĽndigung des StrafmaĂźes entschuldigte sich der ReiserFS-Programmierer bei der Mutter seiner Frau und bei der Gesellschaft.
Der des Mordes an seiner Ehefrau Nina schuldig gesprochene Open-Source-Programmierer und Schöpfer des ReiserFS-Dateisystems, Hans Reiser, muss für mindestens 15 Jahre ins Gefängnis. Wie das US-Magazin Wired berichtet, nutzte der Verurteilte vor der Verkündigung des Strafmaßes für "Mord zweiten Grades" seine Gelegenheit auf ein letztes Wort: "Ich möchte mich in bescheidener Weise bei der Gesellschaft für mein Verbrechen entschuldigen". Außerdem bat Reiser die Mutter seiner Frau um Verzeihung, ihr die Tochter "geraubt" zu haben. Er hoffe, vom Gefängnis aus als Programmierer arbeiten zu können, um seinen Kindern ein etwas angenehmeres Leben zu ermöglichen. Namesys und ReiserFS will Reiser in einen Treuhandfond für seine Kinder übergeben. Einen Videomitschnitt von Hans Reisers Worten gibt es auf YouTube als Videomitschnitt.
Da Reiser bereits seit 2006 in Untersuchungshaft saß, darf er im Jahr 2021 auf eine vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung hoffen.
Siehe dazu auch:
- Hans Reiser fĂĽhrt Polizei zur Leiche seiner Frau
- Hans Reiser schuldig gesprochen
- ReiserFS-Schöpfer unter Mordverdacht
- ReiserFS-Schöpfer will Firma verkaufen
- Entwickler und Namenspatron des Linux-Dateisystems ReiserFS verhaftet
- Neuigkeiten rund um die Linux-Dateisysteme Reiser4, btrfs, ext3 und ext4
- Linux-Entwickler diskutieren Aufnahme von Reiser4
- Hans Reiser pocht auf Integration von ReiserFS4 in den Linux-Kernel
(vza)