Nachgeschobenes Raumwunder
Als der aktuelle Civic Anfang 2012 auf den Markt kam, wollte Honda sich mit der fünftürigen Schrägheck-Limousine begnügen. Doch nun wird am 1. Februar 2014 ein Civic Tourer nachgeschoben. Wir konnten ihn bereits fahren.
- sle
Rom, 16. Dezember 2013 – Als der aktuelle Civic Anfang 2012 auf den Markt kam, wollte Honda sich mit der fünftürigen Schrägheck-Limousine begnügen, ein Kombi war nicht geplant. Doch in Deutschland und einigen anderen Märkten wie Österreich oder Skandinavien wurde die Transportvariante offenbar so häufig angefragt, dass am 1. Februar 2014 ein Civic Tourer nachgeschoben wird. Wir konnten ihn bereits fahren.
2014 will Honda in Deutschland vom Fünftürer 5000 Stück verkaufen und zusätzlich 3000 Kombis. Bis zur B-Säule sind die beiden Karosserievarianten identisch, und auch der Radstand ist derselbe. Hinten aber wurde angestückelt. So kommt der Kombi auf eine Länge von 4,54 Metern und einen Kofferraum von 624 Litern. Damit hängt der Honda die gesamte kompakte Kombi-Konkurrenz ab: Der beste Wettbewerber Golf Variant fasst 605 Liter. Auch beim Maximalvolumen schlägt der Honda den VW mit 1668 zu 1620 Liter.
Nachgeschobenes Raumwunder (19 Bilder)

Honda bringt wieder eine Kombiversion des Civic heraus. Am 1. Februar 2014 startet der Civic Tourer.
Praktischer Kofferraum mit Magic Seats
Nicht nur, dass er das größte Volumen bietet, sein Laderaumboden wird beim Umklappen der Sitze topfeben, zudem ist der Laderaum sehr gut nutzbar. Hinein passen nicht weniger als vier Koffer plus zwei Flugzeugtrolleys. Letztere werden in einem Zusatzabteil unter der normalen Ladefläche verstaut. Dabei kann man die Koffer entweder unter einem Einlegeboden verschwinden lassen, oder - wenn man befürchtet, sie zu vergessen - die Koffer auf den nach unten geklappten Boden legen. Die Ladekante liegt mit 57 Zentimeter niedriger als bei den 64 Zentimetern des VW Golf Variant, die Laderaumabdeckung lässt sich mit einem Fingertipp öffnen, dann rollt sie sich ein. Wird das Rollo nicht benötigt, kann man die leichtgewichtige Strebe, an der es hängt, leicht ausbauen und in einem extra Fach im Ladeboden verstauen. Anders als in vielen anderen Kombis ist sie zudem erfreulich leicht.
Die Magic Seats, eine Honda-Spezialität, hat bisher noch kein Hersteller nachgeahmt, obwohl sie wirklich praktisch ist: Die Rücksitze kann man nicht nur umlegen, sondern die Sitzflächen lassen sich auch wie im Kino nach oben klappen. So passen besonders hohe Gegenstände wie Mountainbikes oder Topfpflanzen stehend hinter die Vordersitze. Die Sicht durch das Heckfenster ist ganz ordentlich, da einem beim Kombi anders als beim normalen Fünftürer kein Spoiler die Sicht nimmt.
Leicht verschrobenes Cockpit
Im Fond sitzt man sehr gut - sowohl vor den Knien wie über dem Kopf bleiben bei mittelgroßen Erwachsenen entscheidende Zentimeter Raum. Das Cockpit ist identisch mit dem des Civic, also genauso verschroben gestaltet wie das Äußere. Praktisch ist allerdings der Digitaltacho weit oben, wo der Fahrer hingucken kann, ohne seinen Blick zu weit von der Straße abzuwenden.