Mobile Reserve

Der Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander wird er als erstes Plug-in Hybrid SUV der Welt beworben. Dass das Allrad-SUV jetzt auch als mobiler Energiespeicher fürs Hausstromnetz einsetzbar ist, haben wir nicht probiert. Gefahren haben wir es aber schon

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Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander: Elektrisch über 50 Kilometer weit
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Walluf, 15. Mai 2014 – Der Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander wird er als erstes Plug-in Hybrid SUV der Welt beworben, zudem sprengt er den Begriff „Auto“: Das Allrad-SUV ist nun auch als mobiler Energiespeicher fürs Hausstromnetz einsetzbar. Seine elektrische Reichweite liegt zudem mit über 50 Kilometern weit vorn im Wettbewerb. Wie sich das nun erstmals auch hierzulande angebotene Fahrzeug anfühlt, haben wir ausprobiert.

In Japan wird er seit Anfang 2013 verkauft, in Europa ist er seit Herbst 2013 in verschiedenen Ländern auf dem Markt. In den Niederlanden wurden laut Mitsubishi bereits über 10.000 Stück verkauft. Die Kauflaune liegt andernorts allerdings vor allem an der staatlichen Förderung von Elektromobilität, die bei uns in dieser Form nicht stattfindet. Immerhin lagen laut Mitsubishi Deutschland im Mai 2014 schon 500 Vorbestellungen für den Plug-in-Hybrid vor.

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Mitsubishis Plug-in-Hybrid Outlander soll elektrisch über 50 Kilometer weit fahren.

Dass es links und rechts je eine Tankklappe gibt, wird kaum jemandem auffallen. Und auch innen ist der Plug-in-Hybrid ein typisches SUV mit den vertrauten praktischen Eigenschaften. Man sitzt schön hoch, im Fond gibt's genügend Platz für Kopf und Knie, der Kofferraum ist geräumig. Die Innenabmessungen haben kaum gelitten, obwohl unter Fahrer und Beifahrer die Lithium-Ionen-Batterie sitzt und an der Hinterachse einer von zwei Elektromotoren surrt. Eine zweite E-Maschine ist vorn mit dem Zweiliter-Ottomotor verbunden, eine mechanische Verbindung zwischen Vorder- und Hinterachse gibt es nicht.

Unser Testwagen der Ausstattungslinie Top ist ab Werk mit Extras vollgepackt und hat daher nicht nur ein Multimedia-System mit großem Display, sondern auch ein Rockford-Fosgate-Sound-System. Auffällig ist das Wahlhebelchen in der Mittelkonsole, das der Steuerung sagt, ob man vorwärts oder rückwärts fahren möchte, parken will oder die Elektromotoren zur Rekuperation und damit zum Bremsen einsetzen möchte. Wie stark der Outlander rekuperiert, können wir mithilfe von zwei Lenkradwippen in sechs Stufen einstellen.

Fahren lässt sich der Hybrid-Outlander so simpel wie ein gewöhnliches Auto. Also: Start-Knopf drücken, Fahrstufe einlegen, Fuß von der Bremse nehmen und flüsternd losrollen. Bei gelassener elektrischer Fahrweise reicht die Energie im Akku für über 50 Kilometer, maximal sind 120 km/h Spitze drin. Da geht den Hybrid-Varianten von Audi Q5, VW Touareg oder Range Rover mit ihren etwa drei Kilometer Reichweite nicht nur wesentlich früher der Saft aus, sie sind auch mit rein elektrischen 60 km/h deutlich langsamer.