Up- and Down (Sizing)

Opel Vivaro und Renault Trafic gehen als Transporter in den Verkauf. Sie bieten mehr Platz und versprechen einen verringerten Verbrauch. Möglich wird das durch eine neue Karosserie und Downsizing bei den Dieselmotoren

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Der Opel Vivaro grinst sich eins.
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Von
  • Henry Dinger

München, 30. Juli 2014 – Opel Vivaro und Renault Trafic kommen jetzt in neuer Generation auf den Markt. Die Karosserie der Kastenwagen wurde überwiegend von Opel entwickelt, die Motoren und auch die meisten Cockpit-Details kommen vom französischen Hersteller. Größer wurden die Karosserien, kleiner die Motoren.

Die Kastenwagen von Vivaro und Trafic werden in den zwei Karosserielängen 5,0 und 5,4 Meter und mit zwei Laderaumhöhen (1,40 und 1,90 Meter) angeboten. Alle Ausführungen sind um fast 22 Zentimeter länger geworden und bieten so einen deutlich vergrößerten Laderaum. Schon in die kleinste Transporter-Version passen nun drei Euro-Paletten nebeneinander. Für lange Gegenstände wie Bretter oder Rohre gibt es eine Durchlade-Möglichkeit bis unter den Beifahrer-Sitz. Das hat man sich wohl beim Ford Tourneo Transit abgeschaut. Je nach Fahrzeuglänge misst sie 3,75 oder 4,15 Meter. Das Ladevolumen nimmt ebenfalls zu: Es reicht je nach Modell nun von 5,2 bis zu 8,6 Kubikmeter. Neben den Transportern werden Ausführungen mit Doppelkabine und reine Plattform-Fahrgestelle sowie eine Combi-Variante mit Fenstern und drei Sitzreihen für bis zu neun Personen angeboten.

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Der Opel Vivaro grinst sich eins.

Für Vivaro und Trafic sind zwei 1,6-Liter große Selbstzünder in vier Leistungsstufen wählbar. Mit VTG-Turbolader leistet er 90 oder 115 PS und bringt je 320 Nm Drehmoment auf, mit Registeraufladung durch zwei verschieden große Turbolader 120 oder 140 PS und 340 Nm. Für den kleinen Kastenwagen mit 120 PS nennen beide Hersteller 5,9 Liter Verbrauch im NEFZ. Für Nutzanwender wichtig: Beide Hersteller geben für die kleine Inspektion mit Ölwechsel ein Intervall von 40.000 Kilometern an.

Im Werk bekommen alle Vivaros und Trafic schon einen Bremsassistenten, eine Berganfahrhilfe und ein ESP mit Traktionskontrolle. Das Antischleuderprogramm umfasst auch eine "Roll Over Mitigation", die das Risiko eines Überschlags verringern soll. Ein großer, konvex geformter Spiegel im Innenraum soll den toten Winkel auf der rechten Fahrzeugseite verkleinern. Gegen Aufpreis gibt es Features aus dem Pkw-Bereich, unter anderem einen Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Schlüssellos-System, Einparkhilfe und eine Rückfahrkamera. Bestellbar ist außerdem ein Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Onlineanbindung und Bluetooth-Schnittstelle.

Der günstigste Renault Trafic Kastenwagen mit 90-PS-Diesel kostet 26.335 Euro, das Opel-Pendant ist für 28.072 Euro zu haben. Da lohnt ein Blick zum ebenfalls ganz neuen Wettbewerber Mercedes-Benz Vito, der als 109 CDI Kastenwagen mit 88 PS aus dem gleichen Motor und Frontantrieb schon für 21.408 Euro angeboten wird. Später kommen sollen die besser ausgestatteten PKW-Versionen. Beim Opel waren das bis dato die Tour- und Life-Modelle des Combi, die beispielsweise mit Einzelsitzen und Klapptisch bestückt werden konnten. Die Opel-Presseabteilung kann weder zu weiteren Ausführungen als auch zu möglichen Startterminen des Vivaro etwas sagen. Renault hat uns auf Nachfrage mitgeteilt, dass die noble "Passenger Black Edition" erst im Herbst 2015 kommt, zu einer Neuauflage der Edel-Version namens "Generation Evado" gibt es noch keine Informationen. (imp)