Bluetooth-Sensor soll Kindstod im Auto verhindern
In den USA stirbt im Durchschnitt alle neun Tage ein Säugling, weil ihn seine Aufsichtspersonen im Fahrzeug, das in der prallen Sonne steht, zurückgelassen haben. Ein Kickstarter-Projekt mit Hardware und iPhone-App will das verhindern.
Gestressten Eltern und anderen Aufsichtspersonen passiert es erstaunlich häufig, dass sie Babys versehentlich im Auto zurücklassen. Fällt ihnen das zu spät auf, kann das Kind insbesondere im Sommer an Dehydration sterben. In den USA, wo solche Fälle regelmäßig in die Schlagzeilen geraten, hat der Erfinder Matthew Sheets nun eine mögliche Lösung vorgestellt: Einen Bluetooth-Sensor, der mittels Geofencing warnt.
Die erfolgreich auf Kickstarter geförderte Hardware namens Starfish wird unter dem Kissen des Kindersitzes befestigt. Ein Gewichtssensor dient zur Babyerkennung. Mittels Bluetooth LE wird eine Verbindung zu einem iPhone aufgebaut, auf dem eine eigene App läuft.
(Bild:Â Hersteller)
Bewegt sich die Aufsichtsperson mit ihrem Handy nun von Starfish weg und der Gewichtssensor bleibt weiter aktiv, heißt dies, dass das Baby im Auto zurückgelassen wurde. Es erscheint eine Push-Nachricht auf dem Display. Als zusätzliche Maßnahme kann zudem ein Notfallkontakt hinterlegt werden, der alarmiert wird, sollte die Aufsichtsperson nicht auf die Push-Nachricht reagieren.
Starfish soll ab 40 US-Dollar erhältlich sein, im November startet eine Betaphase. Ab Dezember kommt der Sensor dann für 50 Dollar als Endversion in den Handel. Bei Versand nach Europa kommen noch 12 Dollar Porto plus Zoll hinzu. (bsc)