Das etwas andere Coupé
Cadillac bot in Deutschland bis jetzt in der Mittelklasse nur die Limousine ATS an. Nun soll ein ATS Coupé BMW und Audi junge Coupé-Aspiranten abspenstig machen. Bei einigen Individualisten könnte das sogar gelingen und sie würden es wohl nicht einmal bereuen
- Henry Dinger
Bonn, 24. September 2014 – Cadillac bot in Deutschland bis jetzt in der Mittelklasse nur die Limousine ATS an. Nun soll das ATS Coupé den Wettbewerbern BMW 4er Coupé und Audi A5 Coupé junge Käufer abspenstig machen. Bei einigen Individualisten könnte Cadillac das sogar gelingen und sie würden es wohl nicht einmal bereuen.
Ein bisschen länger, mit gestreckter Dachlinie und breiterer Spur duckt es sich optisch näher an den Asphalt als das Stufenheckmodell. Mit dem Viertürer teilt es sich die markanten Linien und die typischen schmalen Leuchten an Front und Heck. In der Mitte der Armaturentafel dominiert der Achtzoll-Monitor des CUE-Multimedia-Systems. Der Touchscreen ist gut ablesbar und zeigt einzelne Menüpunkte schon an, sobald man sich mit der Hand nur nähert. Die Anlage umfasst nicht nur eine Rückfahrkamera und ein Bose-Soundsystem, sondern auch einen Anschluss fürs Smartphone. Es bekommt ein eigenes Fach und kann dort sogar induktiv geladen werden.
Das etwas andere Coupé (22 Bilder)

Der Zweitürer steht ab Oktober 2014 bei den Händlern.
Wenig Platz in Fond und Kofferraum
Die Sitze vorn sind bequem und geben guten Halt. Während auf den ersten Plätzen genügend Raum ist, spüren wir weiter hinten nichts von amerikanischer Opulenz. Der Fond ist für Erwachsene zu eng, hier stößt ein 1,80-Meter-Mann mit dem Kopf am Dach an. Auch der mit 295 Liter sehr kleine Kofferraum bietet nur wenig Platz. Immerhin lassen sich die Rücklehnen umlegen.
Der Motor mit 276 PS und 400 Nm hat vier Zylinder und zwei Liter Hubraum. Für amerikanische Verhältnisse ist das bescheiden. Die turbogeladene Maschine zieht kräftig, dreht willig und klingt nur bei höherer Drehzahl angestrengt. In 6,2 Sekunden erreicht das Coupé damit Tempo 100, die Version mit Hinterradantrieb 240 km/h, mit Allradantrieb nur 230 km/h. Die deutsche Konkurrenz schafft 250 km/h. Wir empfehlen die Allradversion, denn der Hecktriebler erfordert auf regennasser und rutschiger Straße einen vorsichtigen Gasfuß beim Beschleunigen und in Kurven.