Apple will Anleihe in Schweizer Franken auflegen
Zur Finanzierung von Aktienrückkäufen und Dividenden will der iPhone-Hersteller nun das niedrige Zinsniveau im Alpenland anzapfen, heißt es in einem aktuellen Bericht.
(Bild: dpa, Adrian Bradshaw)
Apple will sich laut einem Zeitungsbericht erneut frisches Geld bei Anlegern besorgen, statt die eigenen Milliarden-Reserven anzuzapfen. Der Konzern habe Goldman Sachs und Credit Suisse beauftragt, um erstmals eine Anleihe in Schweizer Franken auszugeben, meldet das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Banken. Die Platzierung könnte bereits am heutigen Dienstag erfolgen. Angestrebter Erlös, Verzinsung und Laufzeiten der Papiere seien noch unklar.
Apple könnte durch das extrem niedrige Zinsniveau in der Schweiz günstig Geld bei Investoren aufnehmen. Die Schweiz gilt an den Finanzmärkten als sicherer Anlagehafen und zieht deshalb internationales Kapital an. Davon profitieren auch Unternehmen, so drehte die Rendite einer kurzfristigen Anleihe der Schweizer Firma Nestlé jüngst ins Negative.
Apple hat seit April 2013 bereits über 35 Milliarden US-Dollar über Anleihen aufgenommen und sich erst in der vergangenen Woche frische Milliarden besorgt. Der aktuelle Schuldenstand steht bei 43 Milliarden. Der Konzern verwendet die Mittel für von Anlegern eingeforderte Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Apple hat zwar Geldreserven von zuletzt 178 Milliarden US-Dollar, würde das Geld aber in den USA verwendet, müssten rund 35 Prozent an Steuern gezahlt werden. Zinsen für die Anleihen kann Apple dagegen sogar absetzen. (mit Material von dpa) / (bsc)