CC-Folge

VW verspricht ein "atemberaubend dynamisches Coupe, das in dieser Klasse Maßstäbe setzen wird". Optisch setzt es jedoch keine neuen Highlights, interessanter scheinen da die Ankündigungen für den Bereich Antrieb und Navigation zu sein

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VW, Genfer Autosalon 2015
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Genf, 2. Februar 2015 – Dieser Tage wird Genf wieder zur Bühne von zahlreichen Studien, mit denen die Autohersteller nicht nur Publikum anlocken, sondern auch Grenzen austesten wollen. Dabei gehen sie hinsichtlich des Mutes höchst unterschiedlich vor. VW verspricht ein „atemberaubend dynamisches Coupe, das in dieser Klasse Maßstäbe setzen wird“. Das scheint uns dann doch etwas arg optimistisch, denn das Sport Coupe Concept GTE bleibt optisch eher in der aus Wolfsburg gewohnten Umlaufbahn. Etwas mehr Spannung versprechen Innovationen, die nicht gleich zu sehen sind.

Das Sport Coupé Concept GTE soll der "Protagonist einer neuen, progressiven Volkswagen Design-Sprache sein", verspricht das Begleitschreiben. Etwas nüchterner betrachtet steht dort eine flache Limousine mit kleinen Fenstern, die in ihrer Machart Mercedes CLS, BMW 4er Gran Coupé und auch dem VW CC ähnelt. Von letzterem soll sich die Studie durch eine Höherpositionierung unterscheiden, die sich nicht nur in einem Zuwachs in der Länge auszeichnet. Das große, feste Glasdach bleibt hoffentlich der Studie vorbehalten, denn bislang gehört VW zu den wenigen verbliebenen Herstellern, die auf breiter Front richtige Schiebedächer anbieten.

CC-Folge (16 Bilder)

VW stellt in Genf die Studie Sport Coupé Concept GTE vor.

Dass VW einen potentiellen Nachfolger des CC, der in diesem Sommer eingestellt wird, deutlicher als bisher vom Passat abgrenzen will, ist kein Wunder. Denn der CC, der seit einem Mini-Facelift nicht mehr Passat CC heißen durfte, war nach VW-Maßstäben nicht gerade ein Bestseller. Ein Nachfolger dürfte dem Phaeton näher kommen. Ob das VW die Tür in die finanziell lukrative Oberklasse öffnet, wird sich zeigen. Bei Audi dürfte nicht jeder von diesem Vorhaben begeistert sein.

Als Antrieb dient auch in dieser Studie ein Plug-in-Hybrid. Ein Dreiliter-Benziner mit 220 kW (299 PS) wird mit zwei Elektromotoren kombiniert. Einer davon sitzt mit im Gehäuse des Sechsgang-DSG und leistet 40 kW, einer an der Hinterachse. Letzterer bietet 85 kW und kann den Wagen auch allein antreiben. Die Systemleistung gibt VW mit 279 kW (380 PS) an. Das reicht für Fahrleistungen, die dem selbstgestellten Anspruch eines Sportwagens vollauf genügen: Im Standardsprint verspricht VW fünf Sekunden, bis zu 250 km/h sollen möglich sein.