Gehaltvoll mit Säure
Wasserstoff als Energieträger für Elektroautos wird seit den 1960er-Jahren beforscht. Zu den größten Problemen zählen neben geringer Gesamteffizienz auch Verteilung und Speicherung ausreichender Mengen des Gases. Zum Thema der Speicherproblematik nun ein neuer Impuls aus den Niederlanden
Eindhoven/NL, 6. April 2015 – Wasserstoff als Energieträger für Elektroautos ist ein Konzept, das seit den 1960er-Jahren beforscht wird. Bis heute unklar ist allerdings, ob er sich durchsetzen kann. Zu den größten Problemen zählen neben geringer Gesamteffizienz zu hohen Kosten auch die Verteilung und Speicherung ausreichender Mengen des Gases. Zum Thema der Speicherproblematik kommt nun ein neuer Impuls aus einem niederländischen Labor.
Von einer Infrastruktur für die Verteilung von Wasserstoff sieht man erste zarte Ansätze, bei der Speicherung im Auto setzt man auf Drucktanks mit bis zu 700 bar mit energieintensiver Befüllung. Allein die Verflüssigung des Wasserstoffs für die Verteilung und Lagerung in den supraisolierten Druckbehältern an den Tankstellen kostet zwischen 30 und 50 Prozent des Energieinhalts, die Komprimierung auf 850 bar für die Zapfsäule noch einmal rund zehn Prozent der Energie, die dann in der 700-bar-Tankfüllung steckt. Anders wäre eine für die Verteilung und ein Fahrzeug vertretbare Energiedichte pro Volumen aber nicht zu bekommen.
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(Bild: Linde)
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Daher forscht man an anderen Möglichkeiten, Wasserstoff (H2) zu transportieren, wie etwa Feststofftanks aus Metallhydriden. Ein anderer Weg ist die Bindung des Wasserstoffs in drucklos lagerfähigen Flüssigkeiten, aus denen er vor der eigentlichen Brennstoffzelle in einem so genannten Reformer durch partielle Oxidation katalytisch herausgelöst werden kann. Abgegeben wird dann neben Wasser auch CO und CO2. Bereits seit einigen Jahren erfolgreich in Serie sind bereits Brennstoffzellen, die Strom aus (Bio)Methanol erzeugen.