Sparen im Überfluss

Die neue GLE-Klasse ist eine komfortable Luxusoase. Die Einstiegsmotorisierung 250d bot schon bisher in der ML-Klasse gewissermaßen das Nötigste und war dabei akustisch stets präsent. Die bange Frage daher: Arbeitet sie im Nachfolger nun wenigstens geschmeidiger?

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Von
  • Stefan Grundhoff
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Kitzbühel, 25. Juni 2015 – Mit der GLE-Klasse ist vieles besser geworden, so erfreuen frische Bedienmodule in der Armaturentafel, die auf Wunsch mit feinem Leder bezogen ist. Neu sind der einzeln freistehende Multifunktionsbildschirm und die Mittelkonsole, wo sich Controller, Touchpad und der Drehschalter für die verschiedenen Fahrprogramme befinden. Das Platzangebot blieb so gut wie es bisher im Mercedes ML war – selbst im Fond lässt es sich bequem reisen. Was in diesem ganzen Überfluss aber gleich blieb, ist die Einstiegsmotorisierung 250d. Sie bot schon bisher in der ML-Klasse gewissermaßen nur das Nötigste und war dabei akustisch stets präsent. Die bange Frage daher: Arbeitet sie im Nachfolger nun wenigstens geschmeidiger?

Im Gegensatz zur Konkurrenz von Audi, BMW, Land Rover oder Porsche, die bei den Dieselmotoren aus dem Vollen schöpfen können, ist bei Daimler seit Jahren ein V6 der größte Diesel, der im GLE maximal 190 kW / 258 PS leistet. BMW dagegen treibt seinen Sechszylinder-Diesel in dreifacher Aufladung bis über 380 PS, Volkswagen, Land Rover und Porsche bieten sogar üppig dimensionierte Achtzylinder.

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Gemessen an den anderen Motorisierungen bietet der GLE 250d 4matic spürbar weniger Souveränität.

Die Einstiegsmotorisierung beim GLE ist der Commonrail-Diesel mit vier Zylindern. Nicht, dass die reinen Fahrleistungen einem die Tränen in die Augen treiben würden, doch wer sich für ein großes Luxus-SUV wie den Mercedes GLE entscheidet, der legt meist auch Wert auf einen artgerechten Antrieb. Von null auf Tempo 100 schafft der optionale Allradler in 8,6 Sekunden und bei 210 km/h ist Schluss auf der Autobahn. Seine an sich ordentlichen 150 kW / 204 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Nm zwischen 1600 und 1800/min inflationiert der GLE mit seinem Leergewicht von 2,2 Tonnen – wohlgemerkt ohne Insassen und Gepäck.