Der Taiwan-Tesla

Thunder Power ist eine Firma aus Taiwan, die sich einen Namen mit Elektrowerkzeugen und auf dem Gebiet der Biotechnologie gemacht hat. Erklärtes Ziel ist nun ein Markteinstieg im Bereich der Elektromobilität mit einem "innovativen Premium-Elektroauto". Ein Prototyp steht auf der IAA

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Elektroautos, alternative Antriebe
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Von
  • Wolfgang Gomoll
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Frankfurt am Main, 16. September 2015 – Thunder Power ist eine Firma aus Taiwan, die sich seit 1987 einen Namen mit Elektrowerkzeugen und auf dem Gebiet der Biotechnologie gemacht hat. Erklärtes Ziel ist nun ein Markteinstieg im Bereich der Elektromobilität mit einem "innovativen Premium-Elektroauto". Der Anspruch ist hoch, Thunder Power gibt als Devise aus: "No compromise. No complications. No limits". Einen Prototypen in zwei Versionen stellt die Firma aus Taipeh nun auf der IAA vor, ein Auto, das mithilfe europäischer Experten entwickelt worden ist.

Als das Tuch von dem Vehikel gezogen wurde, kam ein schnittiger ViertĂĽrer zum Vorschein, dessen Silhouette an einen Maserati Ghibli erinnert. Kein Wunder, die Formen sind beim renommierten italienischen Designer Zagato entstanden.

Der Taiwan-Tesla (15 Bilder)

Die Dynamik im Auftritt als Sportwagen soll wohl auf die Leistung hinweisen.

"Wir wollen für unser Auto die besten Komponenten haben. Das fängt beim Design an und hört bei der Technik auf", erklärt Marketing-Chef Christopher Nicoll, der selbst schon einige Jahre in der Automobil-Industrie verbracht hat und ehemals Alfa Romeo Deutschland-Chef war. Der Plan ist nicht neu: Erfahrene Automobil-Experten aus Europa sollen Entwicklungshilfe leisten, was bei der E-Mobilität noch am ehesten funktionieren kann, weil hier die Rollen noch nicht so fest verteilt sind wie bei herkömmlichen Autos.

Der Kopf hinter dem Projekt ist Dr. Peter Tutzer, der während seiner 35jährigen Karriere bei Lotus, Porsche und Bugatti gearbeitet hat. Die einzelnen Komponenten stammen von "verschiedenen namhaften Zulieferern" (Nicoll), darunter auch deutsche, mit deren Namen der Marketing-Mann noch nicht herausrücken will.