Autonome Shuttles für Freizeitparks und Unigelände

Eine junge US-Firma will selbstfahrende Autos noch vor Google & Co. in den Regelbetrieb bringen – auf Privatgeländen.

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Autonome Shuttles für Freizeitparks und Unigelände

(Bild: Auro)

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Marktbeobachter sind sich sicher, dass es eine ganze Reihe von Jahren dauern wird, bis selbstfahrende Autos Alltag sind. Ein Start-up in Kalifornien will die Technik nun früher auf geschlossene Gelände holen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Selbstfahrender Golfwagen soll Google schlagen").

Die Firma Auro Robotics testet ihre Technik derzeit auf dem Gelände der Santa Clara University. Ihre autonomen Fahrzeuge basieren auf Golfwagen, die zusätzlich mit Laserscannern, Radar, Kameras, GPS, Computern und anderen Komponenten ausgestattet sind, um sich selbst zu steuern.

"Wir sind näher dran an der Kommerzialisierung", sagt Firmengründer Nalin Gupta. Seine Fahrzeuge seien technologisch wesentlich einfacher zu realisieren. Wie die Google-Autos benötigt ein Auro-Vehikel zwar eine detaillierte 3D-Karte der Umgebung, in dem es unterwegs ist. Doch das Sammeln dieser Daten auf Privatgeländen ist leichter – auch die regelmäßig notwendigen Aktualisierungen. Ein Uni-Campus ist auch weniger komplex aufgebaut als reguläres Straßenland. Die Fahrzeuge sind mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs. Und auch zu Unfällen und gefährlichen Situationen dürfte es seltener kommen.

Organisationen wie Universitäten oder Freizeitparks dürfen autonome Fahrzeuge zudem in den USA ohne weitere Genehmigung verwenden. Obwohl US-Bundesstaaten wie Kalifornien oder Nevada bereits Gesetze erlassen haben, die das Testen selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen erlaubt, ist doch unter anderem die Versicherungssituation ein echtes Problem.

Auro ist ein Spinoff eines Robotikprojekts am Indian Institute of Technology Kharagpur und wurde von Gupta, Jit Ray Chowdhury und Srinivas Reddy gegründet. Die Firma war Teil des renommierten Inkubatorprogramms YCombinator in Mountain View.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)