Nuova Barchetta
Bis vor elf Jahren galt Fiats Barchetta als Antwort auf das japanische Fahrspaß-Cabrio Mazda MX-5. Jetzt nutzt Fiat die neue Basis des Japaners für seinen Fiat 124 Spider. Immerhin stammen bei ihm noch der Motor und das Styling aus Italien
- Ralf Schütze
- Mirko Dölle
Los Angeles, 20. November 2015 – Bis vor elf Jahren galt Fiats Barchetta als Antwort auf das japanische Fahrspaß-Cabrio Mazda MX-5. Jetzt nutzt Fiat die neue Basis des ehemaligen Wettbewerbsmodells für seinen Fiat 124 Spider. Immerhin stammen bei ihm noch der Motor und das Styling aus Italien.
Die Proportionen des Kompakt-Roadsters Fiat 124 Spider sind ebenso klassisch wie verräterisch: Lange Motorhaube, kurzes Cockpit und knappe Überhänge. Das ist die Architektur des Mazda MX-5. Von Mazda in Hiroshima wird der Fiat auch gebaut. Im Detail jedoch unterscheidet sich der Italo-Roadster mit Heckantrieb deutlich vom zweisitzigen Japaner.
Nuova Barchetta (9 Bilder)

Als Fiat aufgeladen, während Mazda saugt
Reminiszenzen an den legendären Namenspatron Fiat 124 Spider, den 1966 Pininfarina entworfen hatte, verleihen dem neuen 124 Spider ein eigenständiges Aussehen. Als Antrieb wird zunächst Fiats aufgeladener 1,4-Liter-Ottomotor dienen, der 103 kW/140 PS Leistung und 240 Nm Drehmoment zum Fahrspaß beiträgt. Im Abarth 695 Biposto kommt der turbogeladene Vierzylinder schon heute auf 140 kW/190 PS, künftig soll er in einem 124 Spider Abarth sogar bis zu 200 PS leisten.
Der Ort der Premiere scheint nicht zufällig gewählt, denn das ursprüngliche Roadster-Modell verkaufte sich zwischen 1966 und 1985 weltweit 200.000 mal, davon ging mit 170.000 Exemplaren die deutliche Mehrheit in die USA. Fünf Jahre nach dem Wiedereintritt Fiats in den US-Markt 2010 soll jetzt der neue 124 Spider die emotionalen Stärken der italienischen Marke demonstrieren.
Das Design des neuen Fiat 124, dessen Weltpremiere auf der L.A. Auto Show 2015 fast exakt 50 Jahre nach seinem Namenspatron von 1966 stattfindet, entstand bei Fiats "Centro Stile" in Mailand.