Fahrbericht: Mini John Cooper Works Clubman
Mit einer Länge von 4,25 Metern spricht der Clubman seinem Markennamen hohn. Dafür finden selbst großgewachsene Europäer auf der Rückbank gemütlich Platz. Seine 1,5 Tonnen um die Kurven zu wuchten dürfte keiner Version leichter fallen als dem neuen Spitzenmodell Cooper Works
- Wolfgang Gomoll
Mit einer Länge von 4,25 Metern und einem Radstand von 2,67 Metern spricht der Clubman seinem Markennamen Hohn. Dafür können im Power-Mini großgewachsene Europäer auf der Rückbank bequem reisen. Seine 1,5 Tonnen um die Kurven zu wuchten dürfte keiner Version leichter fallen als dem neuen Spitzenmodell Cooper Works. Aber ist das dann noch gemütlich?
Wer bei dieser Kombination von Radstand und Gewicht das quirlige Gokart-Feeling vorhergegangener Mini-Generationen erwartet, könnte enttäuscht sein. Anstelle eines knackig-straffen Fahrwerks bietet der schnelle Kombi auch mit dem konventionellen Sport-Fahrwerk eine bandscheibenverträgliche Abstimmung, ohne die Agilität komplett außer Acht zu lassen. Lange Wellen steckt der große Mini komfortabel weg, bei kurzen Schlägen zeigt das Fahrwerk eine gewisse Reststraffheit.
Fahrbericht: Mini John Cooper Works Clubman (18 Bilder)

Bereitschaftsdienst
Die 231 PS starke Version gibt es nur mit dem Allradantrieb, wie er aus dem technisch eng verwandten BMW 2er Active Tourer bekannt ist. In weniger dynamischen Situationen hält sich der Allradantrieb „All4” raus. Als Hang-On-Allrad hält er sich – wie der Name ja sagt – dafür auf Autobahnfahrten oder anderen geraden Strecken in Bereitschaft. Grundsätzlich ist die Kraftverteilung zwischen den beiden Achsen paritätisch. In schnell gefahrenen Kurven bleibt der Clubman auch dank Allrad-Traktion lange neutral und lässt sich mit der präzisen, aber leichtgängigen Lenkung zielgenau um die Ecke dirigieren. In engen Kurven schiebt der Clubman über die Vorderachse zum Kurvenrand. Das wirkt alles sehr routiniert abgestimmt, lediglich die Rückmeldung ans Lenkrad wünschten wir uns eindeutiger.