Italien: "Keine Manipulationen bei Fiat Chrysler"
Fiat Chrysler (FCA) hat nach Angaben der italienischen Regierung bei Abgaswerten von Dieselmotoren nicht betrogen. Eigene Tests hätten entgegen der Vorwürfe aus Deutschland gezeigt, dass keine unzulässige Software eingesetzt worden sei
(Bild: Göcke/DUH)
- dpa
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Fiat Chrysler (FCA) hat nach Angaben der italienischen Regierung bei Abgaswerten von Dieselmotoren nicht betrogen. Eigene Tests der Modelle Fiat 500X, Fiat Doblò und Jeep Renegade hätten entgegen der Vorwürfe aus Deutschland gezeigt, dass keine unzulässige Software eingesetzt worden sei, sagte Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio am Mittwoch (8. Februar 2017) vor dem Parlament in Rom. Damit reagierte er auf monatelangen Druck der Bundesregierung, die FCA vorwirft, ähnlich wie Volkswagen eine Software zur Manipulation von Abgaswerten eingesetzt zu haben.
Zwischen Italien und Deutschland tobt seit Monaten ein Streit um möglicherweise manipulierte Abgaswerte bei FCA. Die Bundesregierung beruft sich auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Auch die EU-Kommission forderte Italien zuletzt mehrfach auf, dies zu prüfen. Erst Ende Januar 2017 hatte die EU mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht, wenn Italien keine Aufklärung im Abgasstreit schaffe.
Mittlerweile hat auch das US-Umweltamt EPA den Verdacht geäußert, dass Fiat Chrysler bei rund 100.000 Dieselwagen Emissionswerte von Stickoxiden gefälscht haben könnte. Der Autohersteller weist alle Vorwürfe zurück. Bei Tests war festgestellt worden, dass sich der Stickoxidausstoß nach rund 22 Minuten stark erhöht. Der neue europäische Fahrzyklus (NEFZ), in dem derzeit noch gemessen wird, dauert knapp 20 Minuten. (mfz)