DUH fordert generelle Fahrverbote für Diesel

Zusätzlich zu den wegen Feinstaubs drohenden Fahrverboten für viele Diesel in Stuttgart von 2018 an fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine fast komplette Verbannung der Fahrzeuge. Alle Diesel müssten in der Innenstadt verboten werden

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Jürgen Resch

(Bild: Maximilian Geiß / DUH)

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Die DUH bekämpft den Dieselmotor schon seit längerem mit Aktionen wie hier vor der IAA 2015.

(Bild: Maximilian Geiß / DUH)

Zusätzlich zu den wegen Feinstaubs drohenden Fahrverboten für viele Diesel in Stuttgart von 2018 an fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine fast komplette Verbannung der Fahrzeuge. Alle Diesel müssten in der Innenstadt verboten werden – und das nicht nur an Tagen mit besonders hoher Schadstoffbelastung, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am Freitag (24. Februar 2017) in Stuttgart. Nur so ließen sich die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub einhalten. Darauf hätten die Anwohner drastisch belasteter Straßen ein Recht, meint Resch.

Ausnahmen müsse es etwa für Rettungsdienste und auch Handwerker geben. Auch dürften Diesel zugelassen werden, die ehrlich die strengste Abgasnorm Euro 6 einhielten. „Aber ehrlich. Nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auf der Straße“, sagte Resch. Die Landesregierung hatte in dieser Woche beschlossen, dass Dieselautos, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, an Tagen mit Feinstaubalarm in Teilen der Innenstadt im kommenden Jahr Fahrverbot erhalten. Allein in Stuttgart erfüllen mehr als 70.000 Diesel nicht diese Norm.

(mfz)