Fahrbericht: Jeep Compass 2.4
Ein neuer Jeep Compass löst die äonenalte, seit 10 Jahren gebaute Altlast aus der finsteren DaimlerChrysler-Mitsubishi-Ära ab. Damit sollte er sich gegen frische Wettbewerber wie Opel Mokka X, Mazda CX-3 und den kommenden VW T-Roc behaupten können. Als „Trailhawk“ kann er auch Gelände
Die traditionsreiche Off-Road-Marke Jeep ist zur Zeit ein Umsatzgarant für Fiat-Chrysler Automobiles (FCA). Nächstes Jahr soll sie zwei Millionen Autos verkaufen, was angesichts rund 1,6 Millionen Autos im vergangenen Geschäftsjahr 2016 doch etwas ehrgeizig klingt. Weil die Umsätze im Bereich der kompakten SUV immer noch am stärksten steigen, soll vor allem der Jeep Compass dazu beitragen.
Keine Chance mehr mit der äonenalten, mittlerweile seit 10 Jahren gebauten Altlast aus der finsteren DaimlerChrysler-Mitsubishi-Ära. Das immer schon lieb- und freudlos wirkende Auto mit Motoren von Daimler, Volkswagen und eigenen Antrieben müsste sich ja gegen frische Wettbewerber wie Opel Mokka X, Mazda CX-3 und den kommenden VW T-Roc behaupten.
Fahrbericht: Jeep Compass 2.4 (18 Bilder)

Lieber was Neues
Dann lieber etwas Neues auf der mittlerweile bewährten, aber deutlich moderneren, eigenen technischen Basis. Sie umfasst immerhin ein fortschritttliches, automatisches Allradsystem und eine Neunstufen-Automatik. Formal und in seinen Dimensionen reiht sich der Compass passgenau zwischen den kleineren Jeep Renegade und den großen Jeep Cherokee. Von hinten ähnelt er dem kleineren, von vorn dem größeren Modell, sieht dabei aber eigenständig und jedenfalls deutlich stimmiger aus als der aktuelle Compass.
Auf einer ersten Ausfahrt ĂĽberzeugte der rund 4,40 Meter und 1,87 Meter breite Compass in zweiter Generation mit einer gelungenen Fahrwerks-Abstimmung zwischen Komfort und Handlichkeit. Seine zielgenaue Lenkung ist trotz ihrer elektrischen UnterstĂĽtzung ausreichend gefĂĽhlvoll, die Grenzgeschwindigkeit kĂĽndigt sich frĂĽh durch berechenbares Untersteuern an.
Einen fahrdynamisch unergiebigen Hang zu ökonomischen Drehzahlbereichen zeigt die aufpreispflichtige Neungang-Automatik. Diese sparsame Abstimmung führt bei Beschleunigungswünschen zunächst zu größeren Gangsortierungen, bevor der 2,4 Liter-Ottomotor mit 180 PS auf den nötigen Touren läuft, um spürbar Vortrieb zu erzeugen. Beschleunigungsexzesse erwartet niemand von so einem Auto – ärgerlich wird es aber, wenn man am Scheitelpunkt der Kurve Gas gibt und die erwartete Beschleunigung dann erst am Kurvenausgang einsetzt. Das Sechsgang-Schaltgetriebe wäre insofern sicher eine Überlegung wert, probieren konnten wir es aber noch nicht.
Darauf angesprochen, taten die Ingenieure das, was sie in so einem Fall immer tun und versprachen eine dynamischere Abstimmung für die europäischen Kunden, die den Wagen auf dem Genfer Automobil-Salon präsentiert bekommen sollen. Da der Compass die Technik mit Renegade (und Fiat 500X) teilt ist zu erwarten, dass man zwischen Front- und zuschaltendem Allradantrieb wählen können wird.