Byton stellt Studie für E-Auto K-Byte vor
Die junge Elektroauto-Firma Byton präsentiert eine Studie für eine Limousine, die in frühestens zwei und spätestens in fünf Jahren vorgestellt werden soll. Die Chancen solcher Startups sind üblicherweise fraglich, immerhin steigt nach dem chinesischen Autobauer FAW auch der Batterieproduzent CATL ein.
- Wolfgang Gomoll
An Selbstbewusstsein mangelt es den Chefs von Byton nicht. CEO Carsten Breitfeld ist der Ansicht, dass seine Fahrzeuge die automobile Landschaft verändern werden wie Apples iPhone die Welt der Mobiltelefone. Zweifelsohne ein ambitioniertes Vorhaben. Schon im nächsten Jahr soll in China ein SUV mit dem Namen M-Byte erscheinen, schon ein Jahr später in Europa und den USA. Als zweiter Vertreter der dreiköpfigen Modellfamilie soll dann eine Limousine folgen, ehe ein siebensitziger Van den Abschluss bildet. Das Ganze soll innerhalb der nächsten fünf Jahre geschehen. Die Autos sollen auch autonom fahren können, ihre Reichweite dürfte zwischen 400 Kilometer beim Einstiegsmodell und bis 520 Kilometer für die größeren Bytons betragen.
Natürlich spielt bei jungen Start-Ups immer auch die Finanzierung eine große Rolle. Wie schnell hochfliegende Ambitionen auf dem Boden der Tatsachen zerschellen können, zeigt das Beispiel Faraday Future. Da scheint Byton aktuell besser aufgestellt zu sein: Nach dem chinesischen Autobauer FAW steigt auch der Batterieproduzent CATL ein.
Byton stellt Studie für E-Auto K-Byte vor (12 Bilder)

Hinweis aufs Digitale
Gemeinsam mit der Studie gab das chinesische Start-Up seine Namensstrategie bekannt. Jedes der drei Fahrzeuge wird mit dem Zusatz "Byte" versehen sein, um die digitale, progressive Ausrichtung der Byton-Modelle deutlich sichtbar zu machen. Die 4,95 Meter lange Studie der Elektro-Limousine mit dem Namen K-Byte steht auf der gleichen Plattform, wie der Crossover hat aber ein deutlich markanteres Design. Während der konventionelle Ansatz ist, die immer größer werdende Zahl der Sensoren möglichst unauffällig in die Fahrzeughaut zu integrieren, schlug Byton-Chefdesigner Benoit Jacob bei Limousine einen extrovertierten Weg ein und zeigt die für die autonomen Fahrfunktionen notwendige Technik auffällig.
Mit den zwei LiDar-Sensoren auf dem Dach und den Kameras an den Seiten ähnelt der Prototyp einem Google-Streetview-Auto und es wird sich zeigen, ob die Serienversion auch diese markanten Merkmale haben wird. Schließlich soll auch dieser Byton ein weltweiter Erfolg werden, eher sind diese Details ein Mittel um den Hightech-Ansatz zu visualisieren. Die lange Motorhaube, die breite Schulterlinie und die schmalen Rücklichter zeigen dann doch einen klassischen Design-Ansatz.
Mit 49 Zoll-(1,25 Meter)-Display
Ein Radstand von drei Metern soll genügend Platz, große Glasflächen an Fenstern und Dach einen guten Ausblick bieten. Der K-Byte bekommt das große Armaturenbrett-Display mit einer Breite von 49 Zoll über die ganze Fahrzeugbreite. "Sie können davon ausgehen, dass wird das in Serie bringen werden", sagt Byton-Chef Breitfeld. Beim Infotainment arbeitet Byton mit dem chinesischen Unternehmen und Google-Pendant Baidu zusammen. Updates von Hard- und Software sollen Teil des Fahrzeugkonzepts sein, wie man das von einem rollenden Smart-Device erwarten kann. (imp)