Stühlerücken bei Chrysler nach Fiat-Einstieg

Nach einigen gerichtlichen Hürden ist es nun amtlich: Fiat darf die Mehrheit beim angeschlagenen US-Autobauer Chrysler übernehmen. Gleichzeitig wird Fiat-Boss Marchionne neuer Chrysler-Chef

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Von
  • rhi

Auburn Hills (USA), 12. Juni 2009 – Die Ampeln stehen für Chrysler wieder auf Grün: Nach dem Gang in die Insolvenz vor gut fünf Wochen steht dem geplanten Einstieg von Fiat nun nichts mehr im Wege.

Die letzte Hürde schaffte das Oberste Gericht der USA aus dem Weg und wies eine Klage einiger Gläubiger gegen den Zusammenschluss zurück. Dennoch kann Fiat nicht sofort die Mehrheit bei Chrysler übernehmen: Erst wenn die Schulden des Unternehmens gegenüber den USA und Kanada abgetragen sind, dürfen die Italiener ihren Anteil von zunächst 35 Prozent erhöhen.

Stühlerücken bei Chrysler nach Fiat-Einstieg (3 Bilder)

Künftig hat Fiat das Sagen in der Konzernzentrale in Auburn Hills.

Fiat-Boss Sergio Marchionne wurde bereits als neuer Vorstandschef von Chrysler bestätigt. Vorsitzender des Aufsichtsrates wird C. Robert Kidder, früherer Chef von Duracell. Das insgesamt neunköpfige Gremium besteht aus drei Mitgliedern von Fiat, vier Plätze hält die US-Regierung, jeweils ein Sitz geht an den kanadischen Staat und den Gesundheitsfonds der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW. Zugleich bekräftigte Marchionne seine Absicht, Chrysler mit Technik für Klein- und Mittelklassewagen zu versorgen. Zudem erhalten die US-Amerikaner Zugang zum Fiat-Vertriebsnetz mit Schwerpunkt auf Lateinamerika und Russland. (rh)