FCA und Renault verhandeln über Zusammenarbeit

Renault und Fiat Chrysler (FCA) verhandeln Medien zufolge über eine engere Zusammenarbeit. Angesichts des Strukturwandels in der Branche gehe es etwa um die Möglichkeit, Geschäftsteile zusammenzulegen

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Renault Espace

(Bild: Pillau)

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Von
  • dpa

Renault und Fiat Chrysler (FCA) verhandeln Medien zufolge über eine engere Zusammenarbeit. Angesichts des Strukturwandels in der Branche gehe es etwa um die Möglichkeit, Geschäftsteile zusammenzulegen, berichteten die Financial Times und das Wall Street Journal. Nach Informationen von FT und der Nachrichtenagentur Bloomberg wollen die Hersteller am Montag (27. Mai 2019) über die Gespräche informieren. Infrage kämen ein Aktientausch oder gegenseitige Investitionen. Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Verhandlungen ergebnislos enden.

FCA und Renault würden sich gut ergänzen, denn so wären die Franzosen auch auf dem nordamerikanischen Markt präsent.

(Bild: Pillau)

Möglich sei, dass sich FCA der Auto-Allianz von Renault mit den japanischen Herstellern Nissan und Mitsubishi anschließt, hieß es in den Berichten. Wie das WSJ weiter schrieb, hätten die Gespräche seit der Festnahme des früheren Renault-Chefs Carlos Ghosn in Japan im November 2018 Fahrt aufgenommen. Ghosn hatte auf eine Fusion des französischen Autoherstellers mit Nissan gedrängt.

Sein Nachfolger Jean-Dominique Senard hatte dem zunächst eine Absage erteilt und eine engere Kooperation innerhalb der Allianz angemahnt. Auch Nissan hatte einen Zusammenschluss abgelehnt. Renault, an dem der französische Staat beteiligt ist, hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan. Nissan ist zu 15 Prozent an Renault beteiligt. Die Allianz hatte 2018 insgesamt 10,76 Millionen Fahrzeuge verkauft, mit FCA kämen die Hersteller auf mehr als 15 Millionen. Der Volkswagen-Konzern kam 2018 auf gut 10,83 Millionen Fahrzeuge.

FCA spreche auch mit dem Konkurrenten Peugeot über eine Fusion, die Verhandlungen mit Renault seien aber weiter fortgeschritten, hieß es bei der FT. Demnach würden sich die beiden Konzerne gut ergänzen: So ist FCA vor allem auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt vertreten – im Gegensatz zu Renault. FCA-Chef Mike Manley hatte der FT bereits zuvor gesagt, er sei offen für jede „Partnerschaft, Fusion oder Beziehung, die uns stärker macht“. (mfz)