Einkaufen auf neuen Wegen: Wie kommen Kunde und Ware zusammen?
10 innovative Ansätze, wie künftig die Ware zum Kunden kommt – oder der Kunde zur Ware.
Einkaufscenter fĂĽr Secondhand-Ware in Schweden.
(Bild: ReTuna)
- Joseph Scheppach
1) Secondhand-Mall
Das ramponierte Sofa, den alten Computer oder das kaputte Fahrrad loswerden – ohne die Umwelt mit der Verwertung zu belasten? Das bieten in Deutschland Sozialkaufhäuser an, etwa das Hannoveraner Kaufhaus fairKauf. Dort können Menschen mit kleinem Geldbeutel Waren günstig erwerben, die andere ausrangiert und abgeliefert haben. Doch eine ganze Shopping-Mall mit Wertstoffhof, Recycling-Center, Upcycling-Werkstatt und 14 Läden, in denen man ausschließlich Gebrauchtes findet – das gibt es weltweit nur in der schwedischen ReTuna Återbruksgalleria in der 96.000-Einwohner-Stadt Eskilstuna, 100 Kilometer westlich von Stockholm.
In das 5.600 Quadratmeter große "Öko-Konglomerat“ kann jeder gebrauchte Gegenstände bringen, sie reparieren oder restaurieren lassen und gleichzeitig upgecycelte Sachen kaufen. Was sich nicht aufbereiten lässt, wandert auf den Wertstoffhof, der die Einzelteile in einem Recyclingsystem verwertet.
"Das Shoppingcenter selbst wird von der Gemeinde betrieben, aber die Läden mit ihren eigenen Sortimenten sind kommerziell ausgerichtete Privatunternehmen", sagt ReTuna-Sprecherin Anna Bergström. "Das unterscheidet uns von herkömmlichen Sozialkaufhäusern." Zudem können Interessierte in einer "Recycling-Hochschule" in Werkstattkursen lernen, Secondhand-Waren professionell aufzumöbeln.
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