Zwei neue Motoren für Hummer H2 und H3
Der Hummer hat´s nicht leicht, Artenschutz wird ihm wohl trotzdem nicht gewährt. In seinem natürlichen Umfeld lässt sich noch erleben, warum dieser Gelände-Gigant einmal erfunden wurde
- os
Wilbertoord (Niederlande), 2. September 2008 – Selbst in seinem Mutterland tut sich der Hummer schwer, noch Freunde zu finden, zumal es im Land der Extreme derzeit schicker ist, sich im Hybridfahrzeug vorfahrend als Umweltfreund zu präsentieren. Selbst General Motors stellte im Juni die Existenz der Marke infrage, die so gar nicht mehr in das eigene Wunschimage passt, geschweige denn genügend Geld einbringt. So mischen sich widersprüchliche Gefühle, wenn man das Ungetüm in seiner aktuellen Auflage ausprobieren kann, bis hin zur Faszination für ein Fahrzeugkonzept, das es so vielleicht bald nicht mehr geben wird. Dabei hat es im extremen Geländebetrieb durchaus seine Berechtigung, nicht umsonst wird der Hummer gerne für Rettungseinsätze in unwegsamem Gelände eingesetzt.
Neuer V8-Motor für den H3
In Deutschland werden mit dem H2 und dem H3 derzeit zwei Hummer-Modelle angeboten. Die robuste Optik bleibt für das Modelljahr 2009 selbstverständlich bei beiden Varianten erhalten. Rundungen und fließende Übergänge wird man an einem Hummer vergeblich suchen. Der H3 verfügt wie auch der H2 über einen verchromten Kühlergrill, eine enorme Bodenfreiheit und beeindruckende Geländeeigenschaften. Neu für 2009 ist ein V8-Motor. Mit 5,3 Liter Hubraum und einer Leistung von 305 PS ist der Achtzylinder die Top-Motorisierung der H3-Baureihe. Angesichts des großen Hubraums wirkt das maximale Drehmoment von 434 Newtonmeter nicht einmal besonders beeindruckend. Alle Modelle der H3-Baureihe erhielten im Rahmen der Pflegemaßnahmen das elektronische Stabilisierungsprogramm StabiliTrak, ein ABS-System mit Traktionskontrolle, zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags und ein Reifendruckkontrollsystem.
Zwei neue Motoren für Hummer H2 und H3 (37 Bilder)

Hummer H3: Genau das Richtige, wenn es ans Eingemachte geht
Unkompliziertes Handling im Straßenverkehr
Bei der Fahrpräsentation im holländischen Wilbertoord hatten wir die Möglichkeit, den neuen H3 sowohl onroad als auch in seinem natürlichen Umfeld im Gelände zu fahren. Beim Einsteigen fällt auf, dass die Rundumsicht noch schlechter ist, als man es angesichts der äußeren Maße ohnehin schon geahnt hatte. Weder lässt sich beim Blick durch die Windschutzscheibe das Ende der Motorhaube bestimmen, noch kann der Fahrer beim Blick durch den Rückspiegel auch nur annähernd erkennen, wie weit er nun beim Einparken tatsächlich noch von dem hinteren Auto entfernt ist. Erstaunlich unkompliziert präsentiert sich der H3 dagegen im Straßenverkehr, trotz der enormen Masse wirkt der H3 nicht schwerfällig. Ohne Frage, ein Sprinter wird aus dem H3 auch mit dem dicken V8 nicht. Vielmehr liegt ihm das erhabene und gemütliche Cruising-Tempo. Zu hohe Kurvengeschwindigkeiten quittiert er mit einem beherzten Wanken – wie soll es bei einer Höhe von 1,87 Meter auch anders sein.