Skurill: Der Mitsuoka Orochi
Freunde harmonischer Formen müssen ganz tapfer sein, wenn der Mitsuoka Orochi anrollt. Mit einem Blick, als wäre er schon gegen die Wand gefahren und mit leicht geöffnetem Fischmaul schaut der Japaner in die Welt
- sg
Tokio, 29. Oktober 2007 – Freunde harmonischer Formen müssen ganz tapfer sein, wenn der Mitsuoka Orochi anrollt. Bereits 2001 stellte der japanische Replikahersteller seine Vision eines supersportlichen Spaßmobils auf die Räder. Was damals noch als Studie auf der Tokyo Motor Show stand, kann seit 2006 im Land der aufgehenden Sonne geordert und über öffentliche Straßen bewegt werden.
Kamikaze-Angriff auf den guten Geschmack
Ja: Die fleißigen Autobauer bei Mitsuoka suchen auf ihrer chaotischen Website Vertriebspartner in Europa. Angesichts des zerklüfteten, unruhigen Äußeren des Orochi – irgendwo zwischen Lamborghini Miura, McLaren SLR, Lotus Elise und einem toten Drückerfisch – dürften die Marktchancen der Flunder hierzulande aber verschwindend gering sein. Hiroshi tickt nun einmal anders als Hans, wenn es ums Thema Ästhetik geht. Vom amerikanischen Markt ganz zu schweigen. Denn dort könnte der offensichtlich von der weiblichen Intim-Anatomie inspirierte Kühlergrill den heiligen Zorn puritanischer Sittenwächter erwecken. Man denke nur an das Desaster, das Ford in den fünfziger Jahren mit dem angeblich kontroversen Kühler des Edsel erlebte.
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