Volvo-Sicherheitssysteme zur Unfallprävention

Neue elektronische Assistenzsysteme sollen für mehr Sicherheit sorgen und die Autofahrer entlasten. Volvo bietet ein Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem sowie das Frühwarnsystem Driver Alert an. Wir haben beide getestet

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Genua, 7. Mai 2008 – Die Automobilhersteller lassen sich immer neue elektronische Assistenzsysteme einfallen, die den Fahrer entlasten oder für mehr Sicherheit sorgen sollen. Einige davon dienen dazu, die Konzentration des Fahrers zu überwachen und ihn bei Bedarf zu warnen, wenn der berüchtigte Sekundenschlaf droht oder er einfach nur unkonzentriert fährt. So überwachen einige Modelle von Lexus den Fahrer mit einem Gesichtsfeld-Monitor, Saab entwickelt ein neues Fahrerfrühwarnsystem und Honda warnt den Fahrer vor unbeabsichtigtem Spurverlassen. Volvo bietet im S80, V70 und im XC70 das Aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Bremsassistent Pro sowie das neue Driver Alert an. Wir konnten beide Volvo-Systeme testen.

Im Allradler XC70 haben wir die Möglichkeit, das System Driver Alert genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Programm überwacht die Bewegungsmuster des Fahrzeugs und bewertet, ob sie kontrolliert ablaufen oder nicht – daraus schließt das System indirekt auf die Konzentration des Fahrers. Damit es Abweichungen als solche überhaupt erkennt, muss man mindestens zehn Minuten lang bei einer Geschwindigkeit von 65 km/h oder schneller gefahren sein. Eine Kamera zwischen der Frontscheibe und dem Innenspiegel überwacht den Abstand zu den Fahrbahnmarkierungen und verschiedene Sensoren kontrollieren die Bewegungsmuster des Autos. Bei Beginn der Fahrt befinden sich fünf Balken im Bordcomputer, die den Konzentrationsgrad des Fahrers permanent anzeigen. Nimmt die Achtsamkeit ab, reduzieren sich auch die Striche im Display, vergleichbar mit der Anzeige eines sich entleerenden Handy-Akkus.

Volvo-Sicherheitssysteme zur Unfallprävention (13 Bilder)

Werden Schlangenlinien gefahren, warnt das System Driver Alert akustisch.

Erscheint nur noch ein Balken in der Grafik, empfiehlt das System eine Pause zu machen. Zu erkennen ist dies durch eine Kaffeetasse im Display, der Textmeldung „Time for a break“ sowie einem Warnton. Bei unserem Test simulieren wir Übermüdung durch eine Schlangenlinien-Fahrweise und können beobachten, wie sich die Konzentrationsbalken im Display kontinuierlich abbauen. Ebenfalls mit an Bord ist die Funktion Lane Departure Warning. Sie warnt den Fahrer akustisch vor unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrbahn. Hierbei ertönt bereits ein aufdringlicher Hup-Ton, wenn man ohne zu blinken überholen oder die Fahrbahn wechseln will. Das ist zwar nicht angenehm, hilft aber wohl dabei, Müdigkeitsunfälle zu rdizieren. Denn sollte ein Sekundenschlaf einsetzen, wird man mit einem ganzen Arsenal an auditiven und visuellen Reizen wieder wachgerüttelt.