Unterwegs mit dem Merian Scout Navigator: Reiseführer und Navi in einem
Der Merian Scout Navigator trägt den Titel eines anspruchsvollen Reisemagazins im Namen und verspricht gute Dienste als Lotse und kundiger Führer zu 30.000 POIs in Wort und Bild. Wird das 800-Euro-Gerät seinem hohen Anspruch gerecht?
- mn
München, 17. Oktober 2008 – Seit sechs Jahrzehnten ist Merian der Inbegriff für ein anspruchsvolles Reisemagazin, das selbst Ortskundigen noch Neues über eine Stadt oder Region vermitteln kann. Da liegt es nahe, auch elektronische Reisebegleiter mit diesem Namen zu schmücken. Der Merian Scout Navigator versteht sich als portabler Multimedia-Führer und mobiles Navigationssystem in einem Gerät. Wird er seinem hohen Anspruch gerecht?
Preis und Design auf hohem Niveau
Angesichts eines Anschaffungspreises von knapp 800 Euro gehen wir mit einer gewissen Skepsis an unseren Test. Schließlich gibt es Marken-Mobilnavis mittlerweile unter 150 Euro. Doch die Firma iPublish – für digitalisierte Reiseinformationen der Marke Merian zuständig – will den Scout Navigator gezielt als Premiumprodukt vermarkten. Das zeigt sich bereits in einer aufwendigen Verpackungsbox und dem umfangreichen Lieferzubehör mit Ledertasche, Ersatzakku, Kopfhörer und einem Ladekabel für die Steckdose. Der Navigator selbst wirkt hochwertig und edel. Besonders stylisch wirkt die blaue Effektbeleuchtung, die sich um das Gehäuse zieht. Auch die solide Halterung überzeugt: Das Einsetzen und Herausnehmen des Geräts über einen Schiebemechanismus funktioniert unkompliziert.
Unterwegs mit dem Merian Scout Navigator: Reiseführer und Navi in einem (26 Bilder)

Der Merian Scout Navigator besitzt ein 3,7 Zoll großes Display.
Steuerung durch leichtes Antippen
Die Bedienung des Navigators mit 3,7-Zoll-Display erfolgt über einen so genannten "sensitiven" Touchscreen: Dazu reicht es, mit der Fingerspitze leicht das entsprechende Symbol anzutippen. In der Menüführung gibt es zwei Ebenen, eine für den Reiseführer und eine für die Navigation. Sich hier zurecht zu finden, bedarf jedoch längerer Übung. Die Symbole sind weder eindeutig noch selbsterklärend. Das GPS-Signal findet der Lotse erfreulich zügig, auch die Routenberechnung erfolgt rasch. Was die Kartendarstellung angeht, haben wir bei Konkurrenzfabrikaten schon Besseres gesehen. Ein integriertes TMC-Modul (Traffic Message Service) bezieht aktuelle Staus und Verkehrsstörungen in die Routenplanung mit ein.