Blaupunkt TravelPilot 700 im Test

Das Blaupunkt TravelPilot 700 wartet mit der so genannten Videonavigation auf. Eine Kamera filmt dazu die vor dem Fahrzeug liegende Straße, das Bild wird auf dem Display wiedergegeben. Lohnt sich die neue Technik?

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Haar, 27. Mai 2009 – Blaupunkt wagt sich mit einer neuen Navigationstechnik in den umkämpften Markt der Mobilgeräte: Sie nennt sich Videonavigation und kommt unter anderem im aktuellen Topmodell TravelPilot 700 zum Einsatz. Eine Zwei-Megapixel-Kamera filmt die vor dem Fahrzeug liegende Straße, das Bild wird auf dem 4,3 Zoll großen Display wiedergegeben. Die Richtungspfeile, der Fahrspurassistent und weitere Informationen werden in diese Anzeige integriert. Darüber hinaus erkennt die Kamera Verkehrsschilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Anfangs fasziniert es durchaus, die Fahrbahn "eins zu eins" und in guter Bildqualität auf dem Monitor mitverfolgen zu können. Allerdings werden die Einschränkungen der Live-Darstellung schnell deutlich. So werden die Abbiegepfeile nicht immer exakt in die geeignete Fahrspur eingeblendet. Nachts ist auf dem Display zudem naturgemäß nicht viel zu erkennen. Und vor allem fehlen bei längerer Geradeausfahrt Hinweise, wie die Streckenführung weitergeht: ob wir also demnächst abbiegen müssen und in welche Richtung. Eine gewöhnliche Kartenansicht ist hilfreicher, zumal dabei gezielt mit grafischen Elementen gearbeitet werden kann, die ein Realbild nicht zu bieten hat. Abgesehen davon führt der TravelPilot 700 jedoch zielstrebig und zuverlässig. Der Fahrspurassistent zeigt über grüne, gelbe und rote Symbole sehr gut an, welche Spur die richtige ist. Etwas viel Zeit lässt sich der Lotse immer, bis er den Navigationsmodus geladen hat.

Blaupunkt TravelPilot 700 im Test (18 Bilder)

Neue Technologie Videonavigation: Der Blaupunkt TravelPilot 700 im Test

Die Kamera des TravelPilot 700 hat noch eine zweite Funktion, die weniger zur Show taugt, aber eigentlich mehr Nutzwert bietet: Sie erkennt Straßenschilder, die ein Tempolimit ankündigen. So können auch temporäre oder neue Geschwindigkeitsbegrenzungen berücksichtigt werden, die nicht im Kartenmaterial gespeichert sind. Der Fahrer wird über ein Symbol im Display und akustisch auf Tempoüberschreitungen hingewiesen. Doch auch hier sind Einschränkungen zu machen: Die Verkehrszeichenerkennung funktioniert nicht parallel zur Videonavigation, sondern nur in Verbindung mit der herkömmlichen Kartenansicht, was aber nicht wirklich stört. Auch auf elektronische Schilder reagiert das System nicht. Schwerwiegender ist, dass die Verkehrszeichenerkennung bei höherem Tempo oder Dunkelheit passen muss. Ein Vorwurf ist das aber nicht, denn die Objekterkennung ist eine aufwendige Technik, die in der Praxis erst am Anfang steht.