Neuer BMW 760Li mit V12 im Fahrbericht

Das neue Flaggschiff aus München soll nicht nur Chauffeurs-Limousine sein, sondern auch Menschen ansprechen, die sich gerne auch selbst ans Steuer setzen – wir haben es mal probiert

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München, 27. Juli 2009 – Seit 1987 bietet BMW den 7er als Zwölfzylinder-Variante an, mittlerweile in der vierten Generation. Der Käuferkreis wird wohl weiter exklusiv bleiben, dafür sorgt schon der Einstiegspreis von 134.900 Euro für den 760i. Für die um 14 Zenti­meter gestreckte Langversion 760Li werden noch einmal fast 10.000 Euro zusätzlich fällig. Das neue Flaggschiff aus München soll keine reine Chauffeurs-Limousine werden, sondern Kunden ansprechen, die sich gerne auch selbst ans Steuer setzen.

Herzstück des neuen Top-7er ist der neu entwickelte V12-Motor mit sechs Liter Hubraum, Twinturbo-Technik und Benzindirekteinspritzung. Dank herzhafter 544 PS und eines bereits ab 1500 Umdrehungen anliegenden Drehmoments von 750 Nm übertrumpft es seinen Vorgänger (445 PS und 600 Nm) deutlich. Was in ihm steckt, zeigen schon die Fahrwerte des noblen Bayern. Da gleicht der 760Li eher einem Sportwagen als einer 5,21-Meter-Limousine: In 4,6 Sekunden spurtet der 2,2 Tonnen schwere Wagen von null auf 100, bei 250 km/h wird der Vortrieb elektronisch begrenzt. Wäre das nicht der Fall, dürfte sich die Tachonadel noch ein ganzes Stück weiter drehen. Doch das Luxusgefährt lässt sich auch ganz gediegen steuern. Der Motor verzichtet dann auf seinen kernigen Zwölfzylindersound und bleibt akustisch äußerst zurückhaltend – um nicht zu sagen, kaum wahrnehmbar.

Neuer BMW 760Li mit V12 im Fahrbericht (32 Bilder)

Das neue Flagschiff von BMW: Der 760Li

Ihre Premiere hat im BMW-Flaggschiff die Achtgang-Automatik, die der Getriebespezialist ZF zuliefert. Gegenüber der bisher bekannten sechsstufigen Schaltbox ist nun aufgrund der zusätzlichen Fahrstufen eine größere Spreizung vorhanden, die Drehzahlsprünge werden aber dennoch reduziert. Das Ergebnis sind kurze Reaktionszeiten und dennoch sanfte Schaltvorgänge. Beim Kick-down oder bei hoher Beschleunigung aus dem Stand muss allerdings eine kleine Verzögerung in Kauf genommen werden. Aber schließlich ist der 760Li auch kein Sportbolide.