Straßenmusik: Mercedes SL 63 AMG

Es blubbert und bollert, wie es der beste amerikanische Big-Block nicht besser kann. Der Sound, der den beiden Doppelendrohren des Mercedes SL 63 AMG entweicht, kann süchtig machen, beim Gasgeben ebenso wie beim Ausrollen

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  • gh
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Idyllwild (Kalifornien/USA), 13. März 2008 – Es blubbert und bollert, wie es der beste amerikanische Big-Block nicht besser kann. Der Sound, der den beiden Doppelendrohren des Mercedes SL 63 AMG entweicht, kann süchtig machen, beim Gasgeben ebenso wie beim Ausrollen. Doch was uns noch mehr interessiert, ist die neue Siebengang-Automatik ohne herkömmliche Wandler, die noch viel sportlicher agieren soll als die bekannte 7-G-Tronic von Mercedes. Wir haben es mit freiwillig nachgeprüft.

Der Mercedes SL gehörte sicher noch nie zu den Fahrzeugen, die unauffällig im Verkehr mitschwimmen. Und dies ist auch Teil seiner Erfolgsgeschichte. So muss sich AMG nicht sonderlich bemühen, sein Tuning noch marktschreierisch zu betonen. Trotzdem sind die kleinen Änderungen deutlich genug, um jedermann klar zu machen, dass dieser SL etwas anders ist als das Serienmodell. Die gepfeilte Frontschürze fasst einen in schwarzem Hochglanz lackierten Kühlergrill ein. Darunter sitzt eine unabhängig von der Wagenfarbe ebenfalls in Schwarz gehaltene Querstrebe. Dieses Element bleibt dem SL 63 AMG vorbehalten, der zwölfzylindrige und schwerere SL 65 AMG bekommt das nicht.

Straßenmusik: Mercedes SL 63 AMG (29 Bilder)

Der neue Mercedes SL 63 AMG kommt mit angriffslustiger Frontschürze daher.

Was den zahlungskräftigen Detailfreund dann weniger freut: Die seitlich vor den Luftauslässen angebrachten Zierblenden mit 6.3-AMG-Schriftzug sehen zwar nach Aluminium aus, bestehen aber aus schnödem Plastik, und das bei einem Auto der Über-100.000-Euro-Klasse. Die beiden Doppelendrohre glänzen dagegen in echtem Chrom und entlassen Abgase und Sound in Doppel-Stereo in die Umgebung.

Im Inneren des Roadsters aus Affalterbach fallen sofort die exakten Nähte der Nappaleder-Ausstattung ins Auge. Die Bedienelemente der Mittelkonsole ragen aus einem Karbonumfeld und das Lenkrad schmückt sich mit einer Aluminiumspange. Exklusiv für den SL 63 AMG: der Gangwahlhebel in Leder und Karbon. Aber auch hier wird der Werkstoffpedant wieder fündig: Die Drehregler der Klimaanlage sehen nach Metall aus, sind aber aus Plastik. Immerhin sind die Schaltpaddles, typisch AMG, aus Aluminium gefertigt. Lässt der Fahrer die dahinter liegenden Anzeigeinstrumente erwachen, wischen die Zeiger der Armaturen erst mal komplett über die Anzeigen – ein netter Showeffekt, den wir zum Beispiel aus dem Subaru Impreza WRX STI kennen.