Am Stau vorbei: ADAC-Pannenhilfe in Hamburg nun auch per E-Bike
Der ADAC testet nun auch in Hamburg, ob sich der Einsatz von Pannenhilfs-Pedelecs mit AnhĂ€nger fĂŒr in der staugeplagten Innenstadt lohnt.
(Bild: ADAC)
- Florian Pillau
- mit Material der dpa
Wer in der Hamburger Innenstadt mit dem Auto liegen bleibt, kann Pannenhilfe bald auch von einem radelnden ADAC-Mitarbeiter erwarten. Der Automobilclub will noch bis Ende Oktober 2020 testen, ob sich der Einsatz des Pedelecs mit AnhĂ€nger fĂŒr die Pannenhilfe in der staugeplagten Innenstadt lohnt. Zwei Mitarbeiter sind dafĂŒr mit einem Gespann aus E-Bike und AnhĂ€nger unterwegs. Damit können sie bis zu 70 Kilo Werkzeug transportieren und einen GroĂteil der ĂŒblichen EinsĂ€tze ĂŒbernehmen.
75 Prozent der Hilfeleistung möglich â vorbei am Stau
"Mit der Ausstattung können wir etwa 75 Prozent der Pannensituationen beheben, die sonst mit einem Gelben Engel im Auto erledigt werden. Da die âKlassikerâ der Pannenhilfe im AnhĂ€nger sind, können wir so am Stau vorbeiradeln und im Idealfall schneller helfen", sagte Pannenhelfer Marko Biehl dazu laut Mitteilung.
(Bild:Â ADAC)
Ohne Rangierwagenheber und Autobatterien
Nicht möglich sind dagegen Batteriewechsel, Reifenwechsel und Arbeiten an den Achsen und Bremsen. Die dafĂŒr nötigen GegenstĂ€nde sind fĂŒr den FahrradanhĂ€nger schlicht zu schwer oder zu sperrig. Der beim ADAC beliebte und fĂŒr den HilfeempfĂ€nger unkomplizierte Batterie-Direktverkauf aus dem Pannenhilfswagen ist wegen des Gewichts der Akkus ebenfalls nicht möglich und auch zum Abschleppen sind weiterhin Kraftwagen erforderlich.
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Begonnen hat das E-Bike-Pilotprojekt der ADAC-StraĂenwacht bereits im April 2016 in Berlin und Stuttgart. In den beiden besonders staubelasteten StĂ€dten hat der ADAC ausprobiert, ob er mit den umweltfreundlichen E-Bikes schneller agieren kann. In Hamburg sollen die E-Biker des ADAC vor allem zwischen den StraĂen Ring 1 und Ring 2 zum Einsatz kommen.
(fpi)