Dolce Vita im Cinquecento
Es war 1957, als der Fiat Cinquecento (ital. für 500) sein Debüt feierte. Fünfzig Jahre später erscheint nun der Nachfolger. Wir haben eines der wenigen bereits verfügbaren Exemplare in Deutschland für einen ersten Test bekommen
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Frankfurt, 11. Oktober 2007 – „Der ist süß!“ sagt die Dame auf dem Parkplatz und meint damit unseren cremeweißen Fiat 500. Wir haben eines der wenigen bereits verfügbaren Exemplare in Deutschland für einen ersten Test bekommen. Wir ahnen, dass es mehr wird als ein normaler Autotest, in dem Fahreigenschaften, Platzangebot und Preise im Vordergrund stehen. Denn der kleine Fiat ist etwas Besonders: Er ist nicht die pure Neuauflage eines Autos, sondern die Wiederbelebung eines Lebensgefühls, das die 50er- und 60er-Jahre beherrscht hat.
Vor 50 Jahren kam der Vorgänger
Es war 1957, als der Fiat Cinquecento (ital. für 500) sein Debüt feierte und in Italien wohl denselben Kultstatus bekam, den hierzulande der Käfer erreicht hat. Der 500 war ein kleines, erschwingliches Auto, das auch Leuten mit schmalerem Geldbeutel den Wunsch nach Motorisierung erfüllen konnte. Fünfzig Jahre später erscheint nun der Nachfolger. Am 27. Oktober 2007 wird er in Deutschland auf den Markt kommen. „Das wird auch Zeit“, meint ein Italiener, der uns beim Fotografieren entdeckt hat und nun nicht mehr von unserer Seite weichen will. Er hat sein Fahrrad abgestellt und kriecht fast in den 500 hinein. „Der sieht richtig gut aus, der hat nicht so ein steiles Heck wie der Panda!“
Dolce Vita im Cinquecento (27 Bilder)

Fiat 500: Der kleine Italiener ist zurĂĽck
Panda als Basis
Panda ist ein gutes Stichwort, denn der neue 500 basiert auf dem kleinen Bären. Von außen hat er mit diesem natürlich nichts gemeinsam. Der Dreitürer sieht seinem Urahn wirklich ähnlich. Von vorn kuckt er aus Kulleraugen unschuldig die Passanten an und scheint dabei zu lachen. „Kindchenschema“ nennen Psychologen dieses Schauen: Große Augen und ein freundlicher Blick animieren dazu, ebenso nett zurückzuschauen. Dieser Blick weckt Beschützerinstinkte und bei der Damenwelt den Muttertrieb. Das klappt auch bei Automobilen und, wie man am Beispiel des neuen Mini unter BMW-Regie sieht, auch sehr erfolgreich. Von diesem Erfolgsrezept will Fiat mit dem neuen 500 ebenfalls profitieren. Das könnte klappen: Denn wie der Mini ist der 500 die Neuinterpretation eines Volksautos im angesagten Retro-Design.