Der neue Mazda 6 im Test
Die Spitzkehre kommt näher, wir steuern den Wagen über blau-weiß gestreifte Curbs, ehrgeizig darauf bedacht, nicht die Ideallinie zu verlassen. Richtig, wir fahren den neuen Mazda 6 auf einer kleinen Rennstrecke
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Budapest/Ungarn, 18. Oktober 2007 – Die Spitzkehre kommt näher, wir steuern den Wagen über blau-weiß gestreifte Curbs, ehrgeizig darauf bedacht, nicht die Ideallinie zu verlassen. Richtig, wir fahren den neuen Mazda 6 auf einer kleinen Rennstrecke. Die Stufenhecklimousine war zwar bisher immer ein Familienauto, aber gut, sehen wir mal, ob das immer noch so ist. Den Wagen wird es im zweiten Quartal 2008 auch als Fließheck-Variante und Kombi geben. Von diesen Modellen existieren bisher nur zwei Einzelstücke, die Sie am Ende unserer Bildergalerie sehen können.
Harmonie mit Sport-Feeling
Der Mazda 6 gehörte ohnehin schon zu den besser aussehenden Mittelklasse-Wagen. Beim neuen Modell hat sich Mazda nochmal zusätzlich reingekniet. Youichi Sato, Chefdesigner des Mazda 6, schärft uns ein, dass so ziemlich alle japanischen Werte der letzen paar tausend Jahre in seinem neuesten Baby wiederzufinden sind. Wie dem auch sei, die Übergänge von Wölbungen und Kanten wirken tatsächlich ausgesprochen harmonisch, das Licht legt auf der Karosserie ein sanftes Spiel hin. Und wie beim CX-7 ist auch beim neuen 6 ein Mazda-Trend zu erkennen: Die Frontpartie mit den runden, ausgestellten Radhäusern erinnert stark an den Wankel-Sportler RX-8.
Der neue Mazda 6 im Test (46 Bilder)

Dynamischer Familienwagen: Der neue Mazda 6
Weniger Widerstand
Aber Mazda hat nicht nur das Aussehen des neuen 6 erneuert, sondern auch was für den Wind getan. Dieser wird nun nicht mehr so stark durchgewirbelt, wenn ein Mazda 6 sich mit ihm anlegt. Bei einem cW-Wert von 0,27 spricht Hajime Matsumuara, Ingenieur bei Mazda, vom besten Luftwiderstands-Beiwert der gesamten Fahrzeugklasse. Erreicht wurde dies unter anderem durch so genannte Hufeisen-Deflektoren. Dies sind bogenförmige Plastikstreifen, die vor den Vorderrädern den Wind umleiten. Durch unermüdliches „Trial & Error“ fanden die japanischen Ingenieure diese nach ihrer Aussage in der Autowelt bisher einmalige Konstruktion. Nicht nur der Luftwiderstand sinkt, auch wird der Wind so umgeleitet, dass er die Bremsscheiben besser kühlt. Zusätzlich wurde der Unterboden des Wagens verkleidet, wie wir es bereits von den VW-BlueMotion- und Audi-e-Modellen kennen. Auch diese Maßnahme senkt den Luftwiderstand.