Spanischer Sportsfreund: Seat León FR 2.0 TDI

Seat folgt VW mit Abstand: Nach dem Facelift des León bekommt zunächst nur der FR den neuen Common-Rail-Diesel. Trotz seines knalligen Auftretens ist der starke Spanier im Alltag umgänglicher geworden

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Madrid (Spanien), 3. April 2009 – Bis zur Vorstellung des überarbeiten Seat León und des etwas gesetzteren Schwestermodells Altea in Genf war zu hoffen, dass auch die spanischen Golf-Abkömmlinge die neuen Common-Rail-Motoren von Volkswagen bekommen. Sie alle erfüllen schließlich die Euro 5 und sind laufruhiger als die Pumpe-Düse-Motorisierungen. Doch Seat muss wieder einmal hinten anstehen – zumindest für die „kleineren“ Ausführungen mit 105 und 140 PS muss es der alte Racker noch ein Weilchen tun. Einzig die 170-PS-Variante mit Common-Rail gibt es nun endlich, im León nur für die sportliche FR-Version. Bei unseren Probefahrten konnten wir uns einen Eindruck verschaffen, wie sich der spanische Sportler mit dem modernen Diesel schlägt.

Auf dem Papier unterscheidet sich der Neue vom Pumpe-Düse-Aggregat kaum: Hier wie dort stehen 350 Nm Drehmoment an, die Leistung ist ebenfalls identisch. Der Normverbrauch sank allerdings von 6,0 auf 5,3 Liter – sofern das Handschaltgetriebe verbaut ist. Bei der DSG-Variante ist ein Komfortzuschlag von 0,4 Liter einzuplanen. Diese amtlichen Zahlenspiele haben bekanntlich wenig mit der Realität zu tun, schon gar nicht, wenn Sport angesagt ist. Unser Bordcomputer zeigte 7,4 Liter auf 100 Kilometer an, obwohl wir es beim leichten Jogging beließen. Das Programm enthielt viel Landstraße und wir waren nie schneller als 130 km/h unterwegs. Und wir orientierten uns fast immer an der neuen Gangempfehlung, die jetzt alle León mit Schaltgetriebe zu bieten haben.

Spanischer Sportsfreund: Seat León FR 2.0 TDI (20 Bilder)

Neuer Seat León FR 2.0 TDI: Jetzt mit dem gleichen Motor wie der neue VW Golf GTD.

Das Fahrwerk hat Seat beim León ein wenig entschärft, weil es von den meisten Fahrern als zu hart empfunden wurde. So sind die Querstabilisatoren vorne und hinten nun weicher augelegt, die Federn ebenfalls. Das gilt im Prinzip auch für das serienmäßige Sportfahrwerk des FR, das ihn sieben Millimeter tiefer legt als die Normalversion. Dennoch fühlt sich der sportliche Kompaktwagen nach wie vor straff und keinesfalls zu weich an. Neu beim León ist außerdem das elektronische Sperrdifferenzial XDS, das hier erstmals zum Einsatz kommt, aber Schritt für Schritt in weitere Baureihen übernommen werden soll. Es ist beim FR Serie.