Französische Evolution: der Renault Mégane III

Mit seinem extravaganten Kleid tat sich die zweite Gerneration des Mégane in Deutschland schwer. Der Mégane III ist mehrheitsfähiger geworden, zeigt aber beim Fahren weiter französische Tugenden

vorlesen Druckansicht
630 x 420 23017_1226569205544.jpg
Lesezeit: 11 Min.
Von
  • sl
Inhaltsverzeichnis

Madrid (Spanien), 13. November 2008 – Mut wird nicht immer belohnt, wie der Vorgänger des neuen Mégane bewies. Er kam mit seinem extravaganten Kleid offenbar nicht gut an. Das mag auch an seinem Umfeld liegen, denn in der seit Jahrzehnten auch „Golf-Klasse“ genannten Kompaktklasse ist wenig Platz für Experimente. Hier werden – zumindest in Deutschland – die meisten Autos verkauft, mit ausgeprägter Originalität lässt sich in diesem Brot-und-Butter-Umfeld wenig holen. So ist es wahrscheinlich kein Fehler, wenn Renault diesmal wieder eine massentauglichere Karosserie geschneidert hat. Wir haben uns den neuen Renault Mégane angesehen und ihn in zwei Versionen gwfahren: als Coupé 2.0 16V TCe und als Limousine 1.9 dCi.

Beim alten Mégane, der zweiten Generation, ging vor allem der Dreitürer schlecht: Er machte nur zehn Prozent der Verkäufe aus. Um diese Version attraktiver zu machen, spendiert man ihr ein deutlich anderes Design und bezeichnet sie als Coupé. Negativer Aspekt: Der Dreitürer liegt nun auch preislich höher als der Fünftürer. Ob es das ist, was die Leute wollen? Nun, jedenfalls hat sich das Design des Mégane in beiden Versionen gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert. Vor allem ist der hässliche Knick im Heck verschwunden. Stattdessen gibt es nun eine Rückansicht, die ein wenig an Alfa-Modelle erinnert. Auch die Front gefällt nun besser, wirkt nicht mehr so engstirnig wie bisher. Eine Schönheit, an der kein Blick vorbeigeht, ist der Mégane aber nicht geworden.

Französische Evolution: der Renault Mégane III (35 Bilder)

Ende November 2008 kommt der Renault Mégane - zunächst als Fünftürer.

Auch im Innenraum hat sich viel getan. Hier guckt der Fahrer nun auf einen digitalen Tacho, der durch einen herkömmlichen Drehzahlmesser ergänzt wird. Die Optik gefällt uns, und die große Geschwindigkeitsanzeige ist optimal ablesbar. Außerdem wurde die auffällige Handbremse des Mégane II, die an einen Flugzeug-Schubhebel erinnert, durch eine herkömmliche ersetzt; optional ist eine elektronische Feststellbremse verfügbar.