Im Trainingsanzug: Der Ford Fiesta Sport

Mit knapp über 1000 Kilogramm ist Fiesta Sport kein schwerer Klein­wagen, doch an seinen leichtge­wichtigen Ahnen XR2 kommt er nicht heran. Sportlich ist er trotzdem – wenn er erst einmal in Fahrt ist

vorlesen Druckansicht 7 Kommentare lesen
630 x 420 24381_1242141979653.jpg
Lesezeit: 5 Min.
Von
  • rhi
Inhaltsverzeichnis

Notzing, 15. Mai 2009 – Auch in den grellen 1980ern kloppten sich VW, Opel und Ford schon um den obersten Podestplatz, nicht nur in der Zulassungsstatistik. Als Volkswagen mit dem Golf GTI vorpreschte, zogen die anderen eilig nach. Opels Antwort hieß Kadett GSi, Ford versuchte mit dem 96 PS starken Escort XR3 gegenzuhalten. Dazu gesellte sich etwas unterhalb der Fiesta XR2 mit 84 PS, der dank geringen Gewichts keine 10 Sekunden auf 100 km/h benötigte. Im Kleinwagenbereich musste Ford zunächst keine Konkurrenz von VW und Opel fürchten, der alpine R5 aus dem Nachbarland mit seinen 93 PS sei hier einmal schamhaft verschwiegen. Die Tradition der sportlichen Kleinwagen hat Ford seitdem weitergeführt, mal als Fiesta S oder Fiesta Sport wie der jüngste Kandidat. Wir haben den neuen Fiesta Sport gefahren – aber kann er mit seinem höheren Fahrzeuggewicht dem sportlichen Anspruch gerecht werden?

Erstmals gezeigt wurde der Fiesta Sport auf der London Motor Show 2008, wo die bis auf das rechts montierte Lenkrad baugleiche „Zetec S“-Variante im Mittelpunkt stand. Nach Deutschland kam diese zunächst als Sondermodell „Sport“, welches so erfolgreich war, dass der Fiesta Sport jetzt in das reguläre Verkaufsprogramm aufrückt. Bereits äußerlich macht der knapp vier Meter lange Ford seinem Namen alle Ehre und gibt sich dynamisch. An der Front befinden sich ein modifizierter Kühlergrill und eine geänderter Stoßfänger, das Heck ziert eine integrierte Schürze im Diffusor-Look sowie ein großer Dachspoiler. Ein weiteres Highlight sind die serienmäßigen 16-Zoll-Alus im Doppelspeichen-Design. Insgesamt kann man sagen, dass die neue Optik dezent und nicht plump-aufdringlich wirkt.

Im Trainingsanzug: Der Ford Fiesta Sport (28 Bilder)

Ford befördert den Fiesta Sport zum Serienmodel.

Der Fiesta Sport wird ausschließlich als Dreitürer angeboten, so dass man eine ziemlich große Pforte öffnen muss, um Platz zu nehmen. Der Testwagen ist mit dem optional erhältlichen „Individual-Paket II“ ausgestattet. Es umfasst eine Lederausstattung in blau und silber mit gleichfarbig abgesetztem Armaturenbrett. Das sieht genauso grell aus, wie es klingt, ob man es braucht, muss jeder selbst entscheiden. Gut gefallen haben uns die serienmäßigen Sportsitze, die für guten Seitenhalt sorgen. Trotz des dynamischen Karosseriedesigns bietet der Fiesta vorne wie hinten eine gute Kopffreiheit, der Einstieg in den Fond ist recht einfach. Allerdings gewähren die schmalen hinteren Seitenfenster den rückwärtigen Mitfahrern nur wenig Ausblick. Das Kofferraumvolumen liegt mit 295 Liter bei nicht umgeklappten Rücksitzen auf allgemeinem Klassenniveau.