Facebook plant eigene Smartwatch ohne Handy-Kopplung

Facebook-Uhren sollen Nachrichtenaustausch und der Erhebung von Körperdaten dienen. Für spätere Versionen könnte Facebook ein eigenes Betriebssystem einsetzen.

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Smartwatch an Handgelenk

Smartwatch am Handgelenk

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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Facebook will seine Hardware-Angebote um eine eigene Smartwatch erweitern. Das berichtet The Information unter Berufung auf Eingeweihte. Die Uhr soll Nachrichtenaustausch per Facebook sowie Fitness- und Gesundheits-Funktionen bieten. Die Smartwatch soll eine eigene Mobilfunkverbindung haben, womit kein gekoppeltes Smartphone notwendig ist.

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Damit könnte Facebook auch Datenschutz-Maßnahmen wie Apples Tracking-Opt-in sowie die von Google für Android erwogene Tracking-Alternative umgehen. Letzteres Betriebssystem soll Grundlage der ersten Facebook-Smartwatch sein, hat The Information erfahren. Da Facebook an einem eigenen Betriebssystem für Hardware arbeitet, könnten zukünftige Versionen der Uhr damit ausgestattet sein.

Eine eigene Smartwatch wäre der nächste Schritt für Facebooks Hardware-Programm nach den Virtual-Reality-Headsets von Oculus sowie den Portal Mini und Portal TV Smart Devices. Außerdem testet Facebook seit Herbst im Rahmen des Projekts Aria eine Augmented-Reality-Brille. Sie soll vorerst jedoch kein kommerzielles Produkt werden.

Mit der geplanten Smartwatch sollen Facebook-Nachrichten gesendet und empfangen werden. Außerdem erntet die Smartwatch Gesundheitsdaten des Trägers und vermisst dessen Fitness-Aktivitäten. Dazu sollen Verbindungen zu vernetzten Fitness-Geräten wie dem Peloton-Fitnessrad und Wettbewerb mit Facebook-Freunden möglich sein.

Die erste Smartwatch von Facebook soll auf Android basieren. Es ist aber noch nicht bekannt, ob die Smartwatch Googles "Wear OS" verwendet oder ein eigenes Derivat. Facebook arbeitet angeblich an einem eigenen Betriebssystem für seine Geräte. Zukünftige Versionen der Smartwatch könnten dann dieses verwenden.

Die Smartwatch-Entwicklung soll bereits weit fortgeschritten und die Einführung für 2022 vorgesehen sein. Facebook könnte das Gerät trotzdem verschieben oder ganz abblasen. Der Datenkonzern hat den Bericht auf Nachfrage der Webseite nicht kommentiert.

(fds)