Telekom-Kabelnetze sollen bis zu vier Milliarden Euro bringen
Die Deutsche Telekom rechnet mit deutlich niedrigeren Einnahmen aus dem anstehenden Verkauf des TV-Kabelnetzes als zunächst geplant.
Die Deutsche Telekom rechnet mit deutlich niedrigeren Einnahmen aus dem anstehenden Verkauf des TV-Kabelnetzes als zunächst geplant. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2002 am Mittwoch in Bonn nannte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick eine Summe von zwei bis vier Milliarden Euro. Branchenkenner vermuteten bislang, dass die Telekom nach dem gescheiterten ersten Versuch, die noch verbliebenen sechs Kabelnetze zu verkaufen, maximal 3 bis 3,5 Milliarden Euro erzielen kann.
Anfang dieses Jahres war die Ăśbernahme der sechs noch der Telekom verbliebenen regionalen Kabelgesellschaften durch den US-Medienriesen Liberty Media am Einspruch des Bundeskartellamtes gescheitert. Liberty Media wollte einen Preis von 5,5 Milliarden Euro bezahlen. Inzwischen hat die Telekom fĂĽnf Bieter in die engere Auswahl gezogen, die sich jeweils fĂĽr eine Ăśbernahme der Netze in allen sechs Regionen (Bayern, Berlin/Brandenburg, Bremen/Niedersachsen, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen/Sachsen-Anhalt/ThĂĽringen) interessieren. (jk)