Dictaphone entkommt der Pleite
Der US-Traditionshersteller von Diktiergeräten ist wieder eine unabhängige Firma und hat sich vom Sprachsoftware-Spezialisten Lernout&Hauspie losgestrampelt.
Vor zwei Jahren war es eine der großen Überraschungen, für die die Firma Lernout&Hauspie, belgischer Spezialist für Spracherkennungs- und Übersetzungssoftware, während ihrer an Überraschungen nicht gerade armen Existenz sorgte: Die Übernahme von Dictaphone, des US-Traditionsherstellers von Diktiergeräten. Im Zuge des Skandals um die Finanzmachenschaften des L&H-Managements mit anschließender Pleite geriet dann auch Dictaphone in gefährliches finanzielles Fahrwasser: Die Firma musste um Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts nachsuchen.
Nun scheint Dictaphone gerettet: Die Firma gab bekannt, sie stünde nicht mehr unter Chapter 11 und sei der Pleite als selbstständige Firma entkommen, die nicht mehr zu Lernout&Hauspie gehöre. Auch der Restrukturierungsplan sei bereits am 13. März vom zuständigen Gericht abgesegnet worden. Als neue, unabhängige Firma wolle man mit den einmaligen Aktivposten und der Marke von Dictaphone zu neuen Wachstum gelangen, meinte Unternehmens-Chef Rob Schwager. (jk)