HP-Führung will Walter Hewlett loswerden

Die HP-Direktoren haben Walter Hewlett, Sohn des Firmenmitgründers, nicht mehr für das Board of Directors vorgeschlagen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Seit dem gestrigen Oster-Sonntag hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass die Auseinandersetzung zwischen der Führung von Hewlett-Packard und Walter Hewlett, dem Sohn des HP-Mitbegründers, über die Fusion mit Compaq noch an Schärfe zunehmen könnte: Angeblich sollten die HP-Chefs versuchen, Hewlett aus dem Board of Directors zu drängen. Nun ist es offiziell: HP teilte in einer Erklärung mit, dass die Mitglieder dieses Verwaltungsrats, der Vorstand und Aufsichtsrat eines Unternehmens in einem darstellt, Walter Hewlett nicht mehr als Kandidaten für das Board of Directors vorschlagen.

Offensichtlich sind die HP-Manager extrem verägert, dass Walter Hewlett eine Klage gegen die Fusion von Hewlett-Packard mit Compaq eingereicht hat, nachdem er sich zuvor noch versöhnungsbereit gab. Die Entscheidung, Hewlett nicht mehr als Kandidaten für das Board vorzuschlagen, beruhe auf der anhaltenden feindlichen Haltung gegenüber der Firma, hieß es in einer Erklärung von HP. Außerdem sei man besorgt über mangelnde Aufrichtigkeit und Treue. Walter Hewlett steht nun auf keiner der beiden Listen, die das Board mit den Namen von vorgeschlagenen Mitgliedern aufgestellt hat: Eine Vorschlagsliste solle für den Fall gelten, dass die von HP mit Stolz verkündete Zustimmung der Aktionäre zu der Fusion sich in der endgültigen Auszählung bestätigt, der andere Vorschlag enthalte die Namen der Direktoren, die zum Board gehören sollen, falls die Fusion doch noch scheitert. (jk)