Investmentbank schanzte Ex-WorldCom-Chef mindestens 11 Millionen US-Dollar zu

Im Rahmen der Untersuchungen wegen der Machenschaften beim skandalgeschĂĽttelten Unternehmen kommen immer mehr Details zum Vorschein.

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Im Rahmen der Untersuchungen des US-amerikanischen Kongresses wegen der Machenschaften beim skandalgeschüttelten Unternehmen WorldCom treten immer mehr Details zu Tage. So sollen die Ermittler des Untersuchungsausschusses nun herausgefunden haben, dass die Investmentbank Salomon Smith Barney dem ehemaligen CEO des insolventen Telekommunikationsunternehmens, Bernhard Ebbers, durch Erstemissionsaktien einen Gewinn von mindestens 11 Millionen US-Dollar beschert haben soll. Dem Kongress sollen laut Wall Street Journal Unterlagen über die Geschäfte vorliegen.

Aus den Dokumenten soll auch hervorgehen, dass noch mehr Mitglieder oder ehemalige Manager der Führungsetage von Aktien der Investmentbank profitiert haben sollen. Salomon Smith Barney wollte sich dadurch angeblich Aufträge erkaufen. Die Aktienzuteilungen seien in der heißen Phase des IT-Booms erfolgt, wodurch die WorldCom-Bosse Gewinne in Millionenhöhe erzielen konnten, wenn sie die hoch gehandelten Wertpapiere kurz nach Erwerb wieder verkauften.

Direkte Verwicklungen bei den Bilanztricksereien bei WorldCom konnten dem ehemaligen Chef Ebbers anscheinend noch nicht nachgewiesen werden. Er beteuert weiterhin seine Unschuld. Wegen Betrugs wurden bislang der ehemalige Finanzchef Scott Sullivan und der Direktor der BuchfĂĽhrungsabteilung, Buford Yates, angeklagt. (anw)