Freitag: Drogen-Bitcoin-Klau, Asteroidengefahr, Luca-Risiken & Klimaschutzgesetz
Beschlagnahmte Bitcoinwallet geleert + Asteroideneinschlag teilweise unabwendbar + Klimaschutzgesetz schränkt Rechte ein + Luca-App kritisiert & ausgehebelt
Während die rheinland-pfälzische Justiz den Verlust einer beschlagnahmten Bitcoinwallet mit Drogengeld in Millionenhöhe beklagt, stuft die aktuelle Übung zur Asteroidenabwehr den Verlust des Böhmerwaldes als unabwendbar ein. Das Verfassungsgericht hat dagegen konkret entschieden, dass das Klimaschutzgesetz Freiheitsrechte jüngerer Menschen verletzt.
Sicherheitsforscher kritisieren die Luca-App und sprechen ihr sowohl Nutzen als auch Sicherheit ab. Dies wird bereits mit einer Fake-App unter Beweis gestellt. Mit DatenmĂĽll wird die Luca-Ăśberwachung und Corona-Tracking ausgehebelt. Das Wichtigste vom Tage in KĂĽrze.
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In Rheinland-Pfalz ist eine von der Justiz beschlagnahmte Bitcoinwallet mit Drogengeld von Unbekannten fast komplett leer geräumt worden. Allerdings konnte die Justiz ohnehin nicht auf den Bitcoinschatz in Höhe von umgerechnet rund 33,6 Millionen Euro zugreifen, da die Wallet passwortgeschützt verschlüsselt sei. Wer die Justiz um das Bitcoin-Drogengeld im Millionenwert erleichtert haben könnte, wurde nicht mitgeteilt.
Bedrohlicher, wenn auch hypothetisch ist das Planspiel rund um das Szenario eines drohenden Asteroiden-Einschlags. Dabei hat sich herausgestellt, dass der fiktive Himmelskörper im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland und Österreich einschlagen wird. Abwehrmaßnahmen im All waren nicht möglich. Glücklicherweise ist die planetare Verteidigung gegen den fiktiven Asteroideneinschlag nur eine Übung.
Keine Übung ist das Bundes-Klimaschutzgesetz. Dieses greife zu kurz, urteilte das Bundesverfassungsgericht am Donnerstag. Die Karlsruher Richter verpflichten den Gesetzgeber, bis Ende kommenden Jahres die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 näher zu regeln. Denn laut Verfassungsgericht verletzt das aktuelle Klimaschutzgesetz die Freiheitsrechte jüngerer Menschen.
Unzureichend ist nach Ansicht von Sicherheitsforschern die Luca-App. Sie fordern eine Rückbesinnung auf die bestehenden, dezentralen Lösungen wie die Corona-Warn-App. Digitale Werkzeuge seien bei der Kontaktverfolgung zu befürworten – jedoch nur unter Einhaltung der bereits seit einem Jahr festgelegten Grundprinzipien: Zweckbindung, Transparenz, Freiwilligkeit und Risikoabwägung. Aktuell seien die Risiken der Luca-App "völlig unverhältnismäßig".
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Diese Risiken wurden bereits demonstriert. Die Luca-App zur Kontakt-Nachverfolgung ist in der Corona-Pandemie fĂĽr manche Modellregionen verpflichtend. Allerdings kann man sich leicht mit einer Fake-App einchecken, welche nicht zur Nachverfolgung taugt. Das Interface sieht aus wie eine Luca-App, ĂĽbermittelt wird im besten Fall aber nur DatenmĂĽll. Damit lassen sich Corona-Tracking und Luca-Ăśberwachung aushebeln.
Auch noch wichtig:
- Amazon hat seinen Nettogewinn verdreifacht, sogar mehr als das. Auch Twitter wächst, nicht zuletzt in Japan.
- Freitag ist Welttag des Jazz, ursprĂĽnglich Jass genannt.
- Im Güterbahnhof Heidelberg eröffnet die Ausstellung "The Mystery of Banksy - A Genius Mind".
- Samstag wird der 1. Mai als internationaler Tag der Arbeiterbewegung in vielen Ländern als gesetzlicher Feiertag zelebriert. Wenn der Maifeiertag wie dieses Jahr auf ein Wochenende fällt, wird Beschäftigten in zahlreichen Staaten am folgenden Montag ein arbeitsfreier Tag zugesprochen. In christlich-orthodoxen Ländern ist der Tag als Ostermontag ein Feiertag.
(fds)