Ziel der US-Regierung: 2030 soll Hälfte der Neuwagen elektrisch sein

Batterie- und wasserstoffelektrische Autos sowie solche mit Hybridantrieb sollen bis 2030 die Hälfte aller verkauften Neuwagen ausmachen, sagt die US-Regierung.

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Das Elektroauto Ford F-150 Lightning erfüllt als Pickup das US-Klischee sicher mit am besten. Dass Hybrid-Autos einbezogen werden, zeigt, dass man ein riesiges Schlupfloch lässt - jeder konventionelle Antrieb lässt sich auch nachträglich sehr einfach hybridisieren.

(Bild: Ford)

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  • dpa

Einem neuen Ziel der US-Regierung zufolge soll die Hälfte aller in den Vereinigten Staaten verkauften Neuwagen ab 2030 weitgehend lokal emissionsfrei fahren. Dazu gehören batterieelektrische Autos, wasserstoffelektrische Autos sowie solche mit Hybridantrieb, wie das Weiße Haus mitteilte. Präsident Joe Biden wollte noch am Donnerstag (Ortszeit) eine entsprechende Verfügung unterzeichnen.

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Damit werde auch die Verschärfung der Verbrauch- und Abgasstandards eingeleitet, "um Verbrauchern Geld zu sparen, die Verschmutzung zu reduzieren" und den Klimawandel zu bekämpfen, erklärte das Weiße Haus. Das Verkehrsministerium werde dafür unter Ex-Präsident Donald Trump gelockerte Vorschriften verschärfen. Die Initiative werde den Weg ebnen, um die klimaschädlichen Abgase der Personenfahrzeuge bis 2030 im Vergleich zum vergangenen Jahr um 60 Prozent zu senken, hieß es.

Ford, General Motors und Stellantis erklärten in einer vom Weißen Haus verbreiteten gemeinsamen Stellungnahme, sie hofften, den Anteil der elektrischen Fahrzeuge bis 2030 auf einen Anteil von 40 bis 50 Prozent aller verkauften Autos zu steigern.

Die Hersteller BMW, Ford, Honda, Volvo und Volkswagen erklärten unter Bezug auf die bereits bestehenden Ziele des Bundesstaats Kalifornien ebenfalls ihre Unterstützung für die Initiative der Regierung. Um die Zukunft elektrischer Fahrzeuge dahingehend zu sichern, brauche es "mutiges Handeln", inklusive landesweiter und strikter Abgasnormen, Investitionen in die Infrastruktur zum Laden der Autos und Anreize für die Verbraucher, um sie zum Kauf der elektrischen Fahrzeuge zu bewegen, hieß es. Auch die große Autogewerkschaft UAW stellte sich hinter die Initiative.

Der US-Senat will in Kürze mit überparteilicher Mehrheit ein Infrastrukturpaket beschließen, das der Regierung zufolge auch 7,5 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) für die Förderung von Ladestationen elektrischer Autos enthalten wird. Weitere 2,5 Milliarden Dollar sollen für elektrische Busse eingesetzt werden.

(fpi)