Kurz informiert: Anhalt-Bitterfeld, Gesundheits-App, Foxconn, Golfstrom
Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.
Vier Wochen Katastrophenfall in Anhalt-Bitterfeld
Einen Monat nach dem Cyberangriff auf die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld macht der Landkreis kleine Schritte in Richtung Normalität. Die aus Sicht der Verwaltung prioritären Dienstleistungen und die Zahlungsfähigkeit seien zwar mittlerweile sichergestellt, sagte ein Sprecher. Bis alle Mitarbeiter mit einem neuen IT-System arbeiten könnten, würden aber mindestens noch vier bis fünf Wochen vergehen. Jeder einzelne Rechner müsse "platt gemacht werden" – dann müssten die Anwendungen wieder aufgespielt werden. Der Landkreis hat etwa 900 Mitarbeiter und den Angaben zufolge mehr als 1000 PCs und Laptops.
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Chatbot hilft bei Stress
Zum ersten Mal erstatten deutsche gesetzliche Krankenkassen die Kosten für einen Chatbot. Er ist Teil der App Pocketcoach, die zu einfachen Übungen zur Stärkung der geistigen Gesundheit anleitet. Dazu gehört beispielsweise Hilfe bei Panikattacken, Einschlafstörungen, oder Stressbewältigung. Während einige Angebote gebührenfrei sind, kostet ein achtwöchiger Stress-Kurs 100 Euro. Die Zentrale Prüfstelle für Prävention und Gesundheitsförderung hat diesen Kurs zertifiziert. Daher übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen seit dieser Woche die Kosten für den Kurs, der nicht von einem Menschen, sondern einem simplen Chatbot geleitet wird – ein Novum in Deutschland.
Foxconn kauft Halbleiter-Fabrik fĂĽr Kfz
Der weltgrößte Elektronikhersteller Foxconn stellt künftig eigene Mikrochips her. Dafür übernimmt Foxconn in Taiwan eine Halbleiterfertigungsstätte von Macronix zum Preis von umgerechnet rund 77 Millionen Euro. Macronix produziert dort bislang Chips auf Basis von Siliziumkarbid – ein nach Ansicht Foxconns wichtiger Teil von Elektroautos. Quellen bei Foxconn haben heise online die Prioritätsverschiebungen innerhalb der Firma bestätigt. So wächst der Elektroauto-Bereich stark und benötigt mehr Büroräume auf Kosten anderer Abteilungen, die umziehen sollen.
Golfstrom-System nähert sich kritischer Schwelle
Das wichtige Meeresströmungssystem im Atlantik, zu dem auch der Golfstrom gehört, ist einem Zusammenbruch offenbar deutlich näher als befürchtet. Zu diesem Ergebnis kommt der Forscher Niklas Boers des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Bislang sei noch unklar gewesen, ob es sich bei der beobachteten massiven Abschwächung nur um eine natürliche Fluktuation handelt. Laut der aktuellen Studie erscheine nun so, dass tatsächlich eine kritische Schwelle herannaht, an der das System gänzlich zusammenbrechen könnte. Die tief greifenden Veränderungen werden mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht.
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(igr)