Kurz informiert: Pegasus, Phishing, vernetzte Autos, Babbel

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Inhaltsverzeichnis

Das Bundeskriminalamt soll von der NSO Group 2020 eine modifizierte Version der Spionage-Software Pegasus gekauft haben. Das berichten NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit unter Berufung auf eigene Recherchen. Ob Pegasus bereits in Deutschland eingesetzt wurde, sei nicht bekannt. 2019 hat das BKA laut dem Bericht einen Beschaffungsvorgang in Gang gesetzt, um eine Spionage-Software zu erwerben, mit der verschlüsselte Kommunikation auf mobilen Endgeräten überwacht werden kann. In seiner Grundversion habe mit dem Trojaner Pegasus mehr überwacht werden können, als es die deutsche Gesetzeslage erlaube. Das BKA habe schließlich eine angepasste Version der Software erworben. Bei ihren Enthüllungen berufen sich die Journalisten auf Personen, die mit dem als "geheim" eingestuften Vorgang betraut sind.

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Die Bundesregierung wirft Russland vor, für eine neuerliche Welle von Cyberangriffen als Vorbereitung für Desinformationskampagnen verantwortlich zu sein und hat ein Ende des "inakzeptablen Vorgehens" gefordert. Das erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Der russische Militärgeheimdienst GRU steckt demnach hinter Phishing-Angriffen, mit denen versucht werde, an "persönliche Anmeldedaten insbesondere von Bundestags- und Landtagsabgeordneten" zu gelangen. Mit dem Identitätsdiebstahl würde dann etwa Desinformation in Verbindung mit der Bundestagswahl vorbereitet, lautet der Vorwurf. Verantwortlich sei eine Gruppe namens "Ghostwriter".

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat vor der Eröffnung der Automesse IAA Mobility in München vor Cyber-Angriffen auf vernetzte Autos und die Produktionsanlagen der Hersteller und ihrer Zulieferer gewarnt. Die Behörde legte dazu ihr erstes "Branchenlagebild Automotive" zur Cyber-Sicherheit in der Branche vor. In dem Papier verweisen die BSI-Experten darauf, dass sich die Fahrzeuge immer mehr von einem rollenden Computer hin zu einer vollvernetzten, digitalen Mobilitätsplattform entwickeln. "Dadurch vergrößert sich automatisch die Angriffsfläche für Cyber-Angriffe", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Die Berliner Sprachlern-App Babbel geht an die Börse. Die Aktienplatzierung soll brutto rund 180 Millionen Euro einbringen und voraussichtlich bis Ende des Jahres über die Bühne gehen, wie Babbel mitteilte. Die Einnahmen sollen unter anderem zum Ausbau des Unternehmensgeschäfts und zur Beschleunigung der internationalen Expansion verwendet werden.

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(igr)