Liberate Technologies schluckt Sigma Systems
Der Kampf um die besten Plätze im US-amerikanischen Markt für TV-Software geht weiter.
Der Kampf um die besten Plätze im US-amerikanischen Markt für TV-Software geht weiter: Liberate Technologies will sein Angebot erweitern und kauft deshalb Sigma Systems, Anbieter von "Operations Support Systems" für Kabelnetzbetreiber, indem es Sigma-Aktien im Wert von 62 Millionen US-Dollar erwirbt. Das Geschäft soll im dritten Quartal 2002 abgeschlossen sein.
Liberate will mit der Akquisition seine -- nach eigenen Angaben -- MarktfĂĽhrerschaft in Sachen digitaler Netzwerkinfrastruktur ausbauen. Dazu will das Unternehmen das Software-Managementsystem von Sigma Systems nutzen und seiner Software fĂĽr interaktive Fernsehdienstleistungen schnelle Sprach- und Datendienste hinzufĂĽgen.
Damit könnte die Konkurrenz zu den anderen TV-Softwareanbietern, darunter Microsoft und Open TV, verschärft werden. Liberate konnte sich schon öfters gegen Microsoft durchsetzen und seine Software zum Beispiel bei AT&T und United Pan-Europe Communications an den Mann bringen. Vor kurzem bescheinigte noch dazu der Unternehmensberater Werner Lauff von PricewaterhouseCoopers Microsoft schlechte Karten im Gerangel um das digitale Fernsehen (anw)