Contracting: Billigere und nachhaltigere Energie für die Industrie
Energieliefer-Contracting in Industrie und im Gewerbe wird immer beliebter: Sie zahlen nur die Nutzung von Strom oder Wärme, ein Contractor investiert.
Durch Contracting können sich auch klamme Kommunen moderne Technik leisten.
(Bild: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH)
- Bernd Müller
Der nächste Winter kommt bestimmt. Dann drehen fröstelnde Mitarbeiter an den Thermostaten der Heizkörper und dann passiert: nichts. Die Heizung bleibt kalt, der alte Gaskessel hat das Zeitliche gesegnet. Weil die Corona-Pandemie erhebliche Lücken ins Budget gerissen hat, fehlt das Geld für einen neuen. Ziemlich schnell steht dann der Begriff "Contracting" im Raum.
Das Geschäftsmodell funktioniert so: Der Contractor liefert Strom, Wärme, Kälte oder andere energieintensive Dienstleistungen wie Druckluft. Dazu finanziert und installiert er zum Beispiel ein Blockheizkraftwerk, eine Klimaanlage oder einen neuen Heizkessel im Betrieb des Kunden. Der Kunde bezahlt beim Contractor einen Grundpreis und die Nutzung. Abgerechnet wird in Kilowattstunden Strom oder Wärme oder in Kubikmetern Druckluft. Der Contractor erwirtschaftet dadurch über die gesamte Laufzeit des Vertrags einen Gewinn.
Bei einem anderen Vertragsmodell, dem Energieeinspar-Contracting, versucht der Contractor, durch energiesparende Maßnahmen den Verbrauch zu reduzieren – etwa indem er eine Photovoltaikanlage, einen effizienteren Heizkessel oder ein Blockheizkraftwerk installiert. Er garantiert nicht nur die Lieferung von Energie, sondern darüber hinaus auch die Senkung von CO2-Emissionen.
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