Dell streicht Stellen in Deutschland
180 von rund 680 Arbeitsplätzen fallen bei dem Computerhersteller in Deutschland weg, dabei soll es auch Entlassungen geben.
Der US-Computerkonzern Dell streicht in Deutschland bis Ende September 180 von rund 680 Arbeitsplätzen. "Dabei wird es auch Entlassungen geben", sagte ein Dell-Sprecher gegenüber dpa. Der Vertrieb für Endkunden und kleine Unternehmen solle nach Bratislava (Slowakei) verlagert werden. Dort werde ein Call Center mit rund 400 Beschäftigten aufgebaut. Diese Kunden würden bisher schon nur über das Telefon bedient.
"Mit den Maßnahmen wollen wir die Kostenführerschaft halten", betonte das Unternehmen. Der Stellenabbau trifft jedoch auch andere europäische Standorte. Die Personalkürzungen würden in Gesamteuropa im einstelligen Prozentbereich liegen, hieß es. Derzeit arbeiten europaweit knapp 8.000 Menschen für Dell. In Deutschland konzentriert sich das US-Unternehmen künftig auf Kunden aus dem Mittelstand, Großunternehmen und der Öffentlichen Verwaltung. Mit einem Anteil von 90 Prozent am Geschäft ist dieser Markt das wichtigste Segment für Dell.
In Deutschland liegt Dell, gemessen am Marktanteil bei den verkauften PCs, nach der jüngsten Untersuchung von Gartner-Dataquest auf Platz 4, hinter Marktführer und Aldi-Zulieferer Medion, Fujitsu-Siemens und Hewlett-Packard. Europaweit kann Dell den zweiten Platz unter den PC-Herstellern beanspruchen, während die Firma in den USA Marktführer ist. Im vergangenen November hatte Dell bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal einen starken Umsatz- und Gewinnanstieg gemeldet. Das Zahlenwerk für das vierte Quartal und das Gesamtjahr will Dell am 13. Februar vorstellen. (jk)