Intergraph verklagt Texas Instruments
Das US-Unternehmen Intergraph, das seit Jahren Intel und mittlerweile auch Intel-Kunden wegen Patentverletzung verklagt, hat nun den Chiphersteller Texas Instruments am Wickel.
Das US-Unternehmen Intergraph, das seit Jahren Intel und mittlerweile auch Intel-Kunden wegen Patentverletzung verklagt, hat nun den Chiphersteller Texas Instruments (TI) am Wickel. Wie schon in den Klagen gegen Intel geht es um die Anfang der 90er Jahre von Intergraph patentierten Techniken des Clipper-Prozessors.
Laut Intergraph habe die Analyse aller öffentlich verfügbaren Informationen über die Digitalen Signalprozessoren (DSP) TMS320C6000 von TI ergeben, dass darin von Intergraph patentierte Techniken zum Einsatz kommen. TI verstoße damit gegen die US-Patente 5,560,028 (Software Scheduled Superscalar Computer Architecture), 5,794,003 (Instruction Cache Associative Crossbar Switch System) und 6,360,313 B1 (Instruction Cache Associative Crossbar Switch).
Intergraph betont, dass ein US-Bezirksgericht in Texas diese Patente bereits in der Vergangenheit bestätigt habe und dass Fujitsu für die Nutzung dieser Patente seit September 2002 Lizenzgebühren zahle.
Intergraph-Geschäftsführer Jim Taylor betont, die Klage sei nötig, um das geistige Eigentum seines Unternehmens und damit die Werte der Aktionäre zu schützen: "Die strittige PIC-Technik zeigt wieder einmal, welche führende Rolle Intergraph in der Computerentwicklung gespielt hat". Allerdings ist Intergraph schon seit Jahren aus dem Geschäft mit Workstations und Grafikkarten ausgestiegen. (ciw)