Medienkonzern Vivendi Universal kann zulegen
In fast allen Bereichen einschließlich Computerspiele und Telekommunikation kann Vivendi zulegen, nur das Musikgeschäft lahmt.
Der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um elf Prozent auf 28,11 Milliarden Euro gesteigert; im vierten Quartal 2002 ist der Umsatz um fĂĽnf Prozent auf 8,06 Milliarden Euro gestiegen. BerĂĽcksichtigt man verkaufte Unternehmensbereiche wie Vivendi Environment, erreichte der Umsatz ein Plus um sechs Prozent auf 61 Milliarden Euro.
Vivendi Universal hat zum Abbau seines Schuldenberges von etwa 30 Milliarden Euro Verkäufe von Vermögenswerten eingeleitet; außerdem wurden bereits einige Unternehmensteile abgestoßen, so die Wasser- und Umweltsparte, aus der der Konzern einst entstand, und die US-Verlagssparte. Überbordende Spekulationen und Berichte über Verhandlungen mit Microsoft über den Computerspiel-Bereich, zu dem unter anderem Blizzard und Sierra gehören, führten bereits dazu, dass gefälschte Meldungen über einen abgeschlossenen Verkauf an Microsoft die Runde machten.
Im Bereich Musik sei auf Grund ungünstiger Wechselkurse zum Dollar der Umsatz um vier Prozent auf 6,3 Milliarden Euro gesunken, hieß es bei Vivendi; insgesamt sei das Geschäft aber angesichts schwieriger Marktbedingungen überraschend stabil. Die Telefongesellschaft Cegetel, mit der sich Vivendi eine Übernahmeschlacht mit Vodafone lieferte, konnte dank guter Leistungen im Mobilfunk-Bereich und im Festnetz ihren Umsatz um elf Prozent auf 7,1 Milliarden Euro steigern. Die Spielesparte legte im Gesamtjahr um 21 Prozent auf 794 Millionen Euro zu. Angaben über den Gewinn machte Vivendi nicht, diese sollen am 6. März folgen; an der Pariser Börse stieg die Vivendi-Aktie am Vormittag um bis zu 2,9 Prozent und lag kurz vor Mittag mit 2,43 Prozent im Plus bei 14,34 Euro. (jk)