Johnson Controls zeigt Innenraumkonzepte von morgen

Auf der IAA zeigt der Zulieferer, wie der Innenraum eines Kompakt­autos besser genutzt werden und zugleich Gewicht und Kosten gespart werden können. Vor allem auf der Beifahrerseite tat sich einiges

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  • ssu
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Burscheid/Frankfurt a. M., 24. September 2009 – "Innovative Wege mit unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten" im Segment der Kompaktklasse soll das Konzeptfahrzeug re3 aufzeigen, das der Zulieferer Johnson Controls noch bis zum 27. September auf der IAA in der Halle 4 präsentiert. Der auf der Beifahrerseite aufgeschnittene Wagen trägt ein ganzes Bündel von neu oder weiterentwickelten Innenraum-Komponeten in sich, die zur Gewichtsreduzierung beitragen, eine übersichtliche Anordnung der Systeme und Module im Innenraum bieten und zugleich den Designern größere Gestaltungsspielräume bieten soll. Ziel ist es, Gewicht und damit Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig Komfort und Sicherheit zu erhöhen. Entsprechend steht re3 für "rethink, renew, respond", was zugleich die Entwicklungsphilosophie des Kfz-Zulieferers widergibt, der von Alfa bis VW insgesamt 37 Pkw-Marken auf seiner Kundenliste führt.

Der re3 hat eine hybride Cockpit-Struktur aus Kunststoff und Stahl, wodurch die Hälfte eines konventionellen Querträgers eingespart wird. Der Stahl wird dabei an der Fahrerseite in Form eines Dreibeins, der Kunststoff über die Gesamtbreite des Cockpits eingesetzt. Die Luftkanäle und die Anbindung an den Airbag werden dabei direkt in die Kunststoffkonstruktion integriert, was bis zu einem Viertel des Gewichts gegenüber konventionellen Querträgern einsparen kann.

Johnson Controls zeigt Innenraumkonzepte von morgen (7 Bilder)

Johnson Controls zeigt sein Konzeptfahrzeug noch bis zum 27. September auf der IAA 2009.

(Alle Bilder: Johnson Controls)

Zugleich soll dieses "EcoSpace"-Konzept die gestalterische Freiheit der Designer erhöhen. Dabei haben die Entwickler von Johnson Controls so viele Funktionen wie möglich aus dem Cockpit herausgenommen und an aus ihrer Sicht funktionell günstigeren Positionen untergebracht. Das Ergebnis zeigt sich in mehr Beinfreiheit für den Beifahrer und in Gestalt "sehr großer" Ablagefächer. So vergrößerte sich das Handschuhfach um 150 Prozent. Im Vergleich zu Serienfahrzeugen fällt ferner auf, dass Instrumententafel und Türverkleidungen aus dem gleichen, sichtbar aus Naturfasern bestehenden Material gefertigt sind – wer sich daheim zwischen Möbeln aus hellem Holz wohlfühlt, dürfte das von hellem Beige dominierte Interieur des Messe-Exponats als behaglich empfinden.